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Windenergie

Wo weht der Wind im Märkischen Kreis?

Die Machbarkeitsstudie sieht ein Potential von durchschnittlich 80 Anlagen für die nach Abzug der Tabuflächen verbleibende Fläche des Märkischen Kreises.

Wo weht der Wind im Märkischen Kreis? – Tabuflächenkarte jetzt im Internet

Märkischer Kreis. (pmk). Die Frage nach möglichen Standorten für Windenergieanlagen (WEA) sorgt für viel Diskussionsstoff zwischen Bürgerinnen und Bürgern, potentiellen Investoren, Verwaltungen und Energieversorgern. Dabei rückt der Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Naturschutz immer mehr in den Vordergrund. Zurzeit werden bereits 28 Anlagen im Märkischen Kreis betrieben. Die Ausweisung von Standorten übernehmen die Städte und Gemeinden in ihrer eigenen Verantwortung. Zur Unterstützung der regionalen Planungen hat der Märkische Kreis eine Tabuflächenkarte erarbeitet.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat in ihrer Machbarkeitsstudie zu den "Potentialen Erneuerbarer Energien" vom Februar 2011 (www.bra.nrw.de/1392800) dargestellt, dass ein moderater Ausbau der Windenergie auf ca. 2 Prozent der Fläche des Regierungsbezirkes als realistisch angesehen wird. Dies entspricht auch dem von der Landesregierung vorgesehenen Ziel, um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden.

Der Märkische Kreis hatte in einem ersten Treffen der Klimaschutzbeauftragten aller kreisangehörigen Kommunen grundlegende Informationen zum Thema Windenergie vermittelt. Eine erstellte Übersicht zeigt als weiß ausgestanzte Flächen die Tabuflächen nach dem Windenergie-Erlass vom 11.7.2011. Danach sind allgemeine Siedlungsbereiche ebenso von einer Planung auszunehmen wie zum Beispiel gesetzlich geschützte Biotope, Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiete, FFH-Gebiete und die Wasserschutzzone I. Ferner sind die Daten der Windhöffigkeit (Windgeschwindigkeit) aus dem Jahr 1996 farbig dargestellt. Aufgrund des Maßstabes lässt die Karte jedoch keine grundstücksscharfen Rückschlüsse auf mögliche WEA-Standorte zu.

Die Machbarkeitsstudie sieht ein Potential von durchschnittlich 80 Anlagen für die nach Abzug der Tabuflächen verbleibende Fläche des Märkischen Kreises. Bei einer gleichmäßigen Verteilung über das Kreisgebiet (außerhalb der Tabuflächen) könnte dies theoretisch zu der Errich-tung von einer WEA pro 10 km² führen. Tatsächlich wird es aber nicht zu einer solchen gleichmäßigen Verteilung kommen. Vielmehr dürften neben Einzelanlagen auch Windparks an besonders windhöffigen Stellen errichtet werden. Die Planungshoheit liegt bei den Städten und Gemeinden.

Die beschriebene Tabuflächenkarte ist in Kürze auch für alle Interessierten im Internet auf der Homepage des Märkischen Kreises www.maerkischer-kreis.de unter dem Menüpunkt "Umwelt" einsehbar.

(Redaktion)


 


 

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