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Wirtschaftsförderung

Rahmenbedingungen für Frauen im Beruf stärken

Landesinitiative Kompetenzzentrum Frau & Beruf geht in nächste Förderphase

Kreis Soest (kso.2018.10.16.440.wfg). Familienfreundliche Unternehmen, frauenuntypische Berufe und Frauen in Führung sind die Themen der nächsten Förderphase des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland. Die Landesinitiative besteht seit dem Jahr 2012 und startet nun in die dritte Förderphase. 

Durch die Zertifizierung zum "Familienfreundlichen Unternehmen" bekommen kleine und mittelständische Unternehmen die Chance, für weibliche Beschäftigte und Bewerber attraktiver zu werden, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege geht. Seit dem Jahr 2010 sind 71 Unternehmen im Kreis Soest mit dem Siegel "Familienfreundliches Unternehmen" zertifiziert worden. Im Hochsauerlandkreis wurden 53 Unternehmen seit dem Jahr 2012 ausgezeichnet. Knapp zehn Unternehmen befinden sich im HSK derzeit in der Bewerbungsphase. Da das Thema Pflege von Angehörigen immer mehr Arbeitnehmer beschäftigt, bietet das Kompetenzzentrum Frau & Beruf für Mitarbeiter eines Unternehmens Seminare zur Ausbildung sogenannter Pflegelotsen an. In der vergangenen Förderperiode haben 50 Mitarbeiter heimischer Unternehmen daran teilgenommen. "Unser Zertifikat für die familienfreundlichen Unternehmen stellt ein echtes Qualitätssiegel dar. Die Arbeit mit neuen und zusätzlichen Schwerpunkten fortsetzen zu dürfen, ist ein Gewinn für die ganze Region", so Frank Linnekugel, Geschäftsführer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis.

"Mädchen den Zugang zu frauenuntypischen Berufen zu erleichtern, ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Kompetenzzentrums. Unkonventionelle Wege zur speziellen Zielgruppenerreichung können für kleine und mittelständische Unternehmen zur erfolgreichen Rekrutierung motivierter Mitarbeiter führen", berichtet Volker Ruff, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Kreis Soest. Deshalb werden besondere Aktionsformate entwickelt. So gibt es seit der vergangenen Förderperiode die Ausstellung "MINTorinnen – Erfolgsgeschichten on Tour". Diese hat bereits an rund 20 Orten der Kreise Hochsauerland und Soest stattgefunden. Die Ausstellung wird es künftig in einem Online-Format geben. Außerdem werden weitere Veranstaltungen und der bestehende Arbeitskreis ausgebaut.

Junge Frauen zu Führungskräften entwickeln, ist ein neues Schwerpunktthema im Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland. Die Hochschulstruktur in der Region lässt kurze Wege und innovative Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu. Deshalb soll die Ansprache von angehenden Akademikerinnen initiiert werden. Weiterhin werden Unternehmen dabei unterstützt, im eigenen Betrieb die richtigen zukünftigen weiblichen Führungskräfte zu finden.

Neben den familienfreundlichen Unternehmen und Mädchen in MINT-Berufen hat sich das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland in der letzten Förderperiode um Angebote für Rückkehrerinnen und Migrantinnen gekümmert. Außerdem gab es spezielle Projekte zu Gründungsvorhaben bei Frauen und die Unterstützung von Frauen in der Unternehmensnachfolge. "Die Zusammenarbeit der beiden benachbarten Kreise bewährt sich aufgrund ähnlicher Unternehmensstrukturen und regionaler Besonderheiten seit über sechs Jahren. Umso mehr freuen wir uns auf die nächsten dreieinhalb Jahre", so Katja Cramer, Projektleiterin Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland. Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland ist eines von 16 Competentia-Teams in NRW. Die Landesinitiative ist Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen, wenn es darum geht, weibliche Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Besondere Expertise für frauenfördernde Maßnahmen in den Bereichen der Einstellung, Ausbildung, beruflichen Entwicklung und Aufstieg, individuelle Arbeitszeiten und nicht zuletzt auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege sind die Kernkompetenzen. Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und aus Mitteln der Europäischen Union. Als Träger fungiert die Wirtschafsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Kreis Soest.

(Redaktion)


 


 

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