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Wirtschaftsförderung

Südwestfälische Unternehmen zu Gast in Dresden

wfg Kreis Soest begleitet Unternehmerreise - Möglichkeiten des 3D-Drucks im Fokus

Kreis Soest (kso.2019.02.07.062.dr). Mehr als 20 Unternehmensvertreter aus Südwestfalen informierten sich im Rahmen einer Exkursion nach Dresden über den aktuellen Forschungsstand und die Möglichkeiten des 3D-Drucks. Im Fokus standen insbesondere die verschiedenen Druckverfahren und deren Vor- und Nachteile im Produktionsprozess. Eingeladen zur dreitägigen Unternehmerreise hatten der Transferverbund Südwestfalen, die Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V. und die Innovationsfabrik Südwestfalen. 

Neben dem Besuch des Fraunhofer-Instituts für Werkstofftechnik (IWS) standen Besuche der Elbe Flugzeugwerke GmbH, der PTZ Prototypenzentrum GmbH und des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der Technischen Universität (TU) Dresden auf dem Programm.

Dass der 3D-Druck inzwischen in fast allen Branchen angekommen ist, zeigte ein Blick auf die Teilnehmerliste der Exkursion: Südwestfälische Unternehmen aus der Gebäudetechnik, Medizintechnik, Metallindustrie und Kunststoffverarbeitung hatten den weiten Weg in die ostdeutsche Metropole angetreten. Warum ausgerechnet Dresden als Zielort ausgewählt wurde, erklärt Andreas Becker, Technologiescout im Transferverbund Südwestfalen: "Führende Forschungseinrichtungen haben sich dort mit der Industrie unter dem Konsortium "AGENT-3D" zusammengeschlossen. Diese einzigartige Kompetenzdichte ist natürlich sehr interessant für alle, die sich jetzt und in Zukunft mit dem 3D-Druck beschäftigen."

Die Teilnehmer konnten sich einen Eindruck der Materialeigenschaften unterschiedlichster Werkstoffe machen. So werden inzwischen nicht nur Kunststoffe verwendet, sondern ebenso Metall, Keramik, Glas, Holz und andere Naturfasern. Neben Vorträgen zur Werkstoffeigenschaften und zur Konstruktion von Bauteilen wurden auch rechtliche Aspekte beleuchtet. Darüber hinaus konnten sowohl im IWS, als auch im Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) die Anlagen auch live in Aktion unter die Lupe genommen werden.
Abgerundet wurde die Reise durch einen Besuch der Elbe Flugzeugwerke (EFW). Dort erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Fertigung, Wartung, Reparatur und den Umbau von Airbus-Flugzeugen. "Präzision und Qualität sind die obersten Gebote in der Luftfahrtindustrie", erläuterte EFW-Vertreter Christopher Profitlich und ergänzte: "Bei neuen Bauteilen müssen wir stets einen Zertifizierungsprozess durchlaufen. Das gilt natürlich auch für additiv gefertigte Komponenten. Hier tasten wir uns seit einiger Zeit langsam vor". Die Elbe Flugzeugwerke sind ein Tochterunternehmen von Airbus und ST Aerospace und mit rund 1.600 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Dresden.

Insgesamt zogen Teilnehmer und Veranstalter ein positives Fazit. "Ein großes Lob für die gut organisierte Unternehmerreise nach Dresden und die vielen neuen Erkenntnisse zum 3D- Druck, die ich für mich und mein Unternehmen mitnehme. Alle Termine, Besichtigungen und Vorträge waren gut aufeinander abgestimmt. Das gemeinsame Abendessen war eine gute Gelegenheit sich untereinander kennenzulernen", betont Matthias Amecke, Geschäftsführer der PROMED Soest GmbH. Dennis Rafalski, Projektleiter der Wirtschaftsförderung Kreis Soest, ergänzt: "Ziel der Reise war es den Teilnehmern Fachinformationen und Kooperationsmöglichkeiten zum 3D-Druck aufzuzeigen. Die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie lassen sich bald auch vor der eigenen Tür im neuen 3D-Druckzentrum an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest erkunden. Vier hochmoderne High End Maschinen wurden angeschafft, die sowohl mit Kunststoff als auch Metallpulver drucken können. Die Möglichkeit die Maschinen zu besichtigen und das Angebot des neuen Zentrums kennenzulernen, besteht am 2. April 2019 um 17 Uhr in der Veranstaltung "Additive Fertigungsverfahren an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest". Informationen und Anmeldung unter: www.wfg-kreis-soest.de/veranstaltungen.

(Redaktion)


 


 

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