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Wirtschaftsstandort NRW

Niederländische Unternehmer setzen auf Niederrhein

Niederländische Firmen siedeln sich gerne in NRW an, vor allem am Niederrhein. Laut einer neuen Untersuchung der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) haben sich allein in Nordrhein-Westfalen 2.256 niederländische Tochterunternehmen niedergelassen. NRW liegt deutschlandweit an der Spitze.

Vorherrschend sind unter den niederländischen „Töchtern“ die Dienstleister mit insgesamt 1.218 Unternehmen. Ihnen folgen Handelsver- mittlungen und Großhändler (977). Weitere wichtige Branchen sind das Grundstücks- und Wohnungswesen (448), der Einzelhandel (241) und das Baugewerbe (232).

Gegenüber der Studie aus dem Jahr 2011 hat sich die Zahl nach unten korrigiert, da die Handelskammer die Besitzverhältnisse genauer klären und Dubletten entfernen konnte. „Die geringere Gesamtzahl ist daher kein Indiz für ein abnehmendes Interesse“, so DNHK-Geschäftsführer Axel Gerberding: „Im Gegenteil: Deutschland ist bei niederländischen Investoren in Mode, da das Land sich als krisenfest und perspektivreich bewährt hat.“

Düsseldorf schlägt Frankfurt

Beliebtester Standort ist für niederländische Investoren die NRW-Landes- hauptstadt Düsseldorf mit 337 Ansiedlungen, gefolgt von Frankfurt (330) und Berlin (258). Aber auch die Niederrhein-Städte Kleve (136) und Emmerich (76) schaffen es in die bundesweite Top Ten.

Umgekehrt haben sich knapp 2.200 deutsche Tochterunternehmen in den Niederlanden angesiedelt. Sie stammen überwiegend aus den Branchen Dienstleistung (315), Handelsvermittlung und Großhandel (309), Maschi- nenbau (214), Transport & Logistik (161) sowie Chemie (120).

Deutsche Unternehmen schätzen Netzwerk in Holland

„Nach wie vor haben vor allem die Metropolen eine hohe Anziehungskraft“, sagt Gerberding. So siedeln deutsche Tochterunternehmen sich bevorzugt in der westlich gelegenen Randstad an. Amsterdam (176) und Rotterdam (143) liegen in der Gunst mit weitem Abstand vorne. Im grenznahen Venlo gibt es dagegen nur 31 deutsche Ansiedlungen. „Ausschlaggebend ist neben einer guten Infrastruktur und der Anbindung an Häfen und Flughäfen vor allem ein existierendes Netzwerk“, sagt Gerberding.

(Redaktion)


 


 

Deutsch-Niederländische Handelskammer
Niederrhein

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