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TeleClinic

Startup arbeitet an Videosprechstunde für Patienten

Erstmalig hat eine Ärztekammer ein Modellprojekt genehmigt, in dem die ausschließliche Fernbehandlung von Patienten getestet werden soll. Einfach war das Ganze nicht. Das Startup TeleClinic aus München musste im Vorfeld einiges an Überzeugungsarbeit leisten.

Erfolg für die digitale Gesundheitswirtschaft

Endlich hat das Startup TeleClinic von der Landesärztekammer Baden-Württemberg die Genehmigung erhalten, ein auf zwei Jahre befristetes Pilotprojekt durchzuführen. Damit geht ein langwieriges zähes Ringen zu Ende. Immerhin musste dafür sogar die Berufsordnung der Ärzte geändert werden. So war es bislang zwar grundsätzlich möglich, dass Ärzte an Telefon und Bildschirm Behandlungen durchführen, sie mussten sie aber vorher mindestens einmal getroffen und die Möglichkeit gehabt haben, eine körperliche Untersuchung durchzuführen. Durch das eHealth-Gesetz aus dem Jahr 2016 wurde diese strenge Regelung gelockert. Dabei wurde eine Hand voll Indikationen festgelegt, bei denen die Ärzte auch ohne vorherigen direkten Kontakt beraten, Diagnosen stellen und Therapien einleiten durften. Hierzu zählen unter anderem Hauterkrankungen und die Kontrolle von Wunden.

TeleClinic geht einen Schritt weiter.

Es gibt bereits einige Startups, die die bisher noch eingeschränkten Möglichkeiten nutzen. Hierzu zählt unter anderem Patientus. Dabei handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Arztbewertungsplattform Jameda, das einen Videochat für Ätze und Patienten anbietet. Eine ähnliche Infrastruktur bietet das Berliner IT-Startup DocCirrus an. TeleClinic geht nun aber noch einen Schritt weiter. Hier können sich die Patienten auch dann zur Videosprechstunde anmelden, wenn sie den Arzt vorher noch nicht persönlich getroffen haben. Wie die Geschäftsführerin von Tele Clinic, Katharina Jünger, betont, handelt es sich bei dieser Neuerung um einen absoluten „Meilenstein im deutschen Gesundheitswesen“ und um einen „Wachstumskatalysator“.

Weitere Projekte geplant

TeleClinic will als Anbieter der Sprechstunde fungieren. Abgerechnet werden soll das Ganze über die Krankenversicherung. Wie der Sprecher der Ärztekammer Baden-Württemberg Oliver Erens erklärte, seien auch bereits weitere Projekte mit gesetzlichen Kassen in Planung. Zunächst dürfen nur Ärzte und Patienten des Bundeslandes das Angebot nutzen. Man gehe aber davon aus, dass danach weitere Landesärztekammern nachziehen.

(Redaktion)


 


 

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