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Feldversuch

Unfallvorsorge durch Car-to-Car-Kommunikation

Mithilfe einer Vernetzung von Autos lassen sich Unfälle reduzieren und der Schadstoffausstoß verringern. Im Rhein-Main-Gebiet rund um Frankfurt hat nun ein Feldversuch für die sogenannte Car-to-Car-Kommunikation gestartet. Das Pilotprojekt läuft unter dem Namen „Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland“ (SimTD).

Derzeit sind 120 Testfahrzeuge unterwegs, die über das Internet und Mobilfunknetz miteinander kommunizieren . Im Mittelpunkt steht eine Kommunikationszentrale, in der die Informationen zur aktuellen Verkehrslage abgerufen werden können. Bereitgestellt hat die Flotte ein Herstellerkonsortium, die damit den Fahrer unterstützen möchten und die Verkehrslenkung über Computersysteme vorantreiben wollen. Der Feldversuch, an dem unter anderem auch die Technische Universität München beteiligt ist, kostet 69 Millionen Euro und ist auf sechs Monate angelegt. Weitere Beteiligte sind die Daimler AG, Opel, Audi, BMW, Ford und Volkswagen. Zulieferer wie Bosch und Continental sowie die Telekom spielen ebenfalls eine Rolle. Gefördert wird das Projekt vom Bund, dem Bundesland Hessen und dem Verband der Automobilindustrie.

Flotte im normalen Straßenverkehr unterwegs

Das Besondere an dem Feldversuch ist, dass die einzelnen Testwagen im normalen Straßenverkehr eingesetzt werden. Sie fahren nicht nur auf Landstraßen, sondern auch auf Autobahnen und im Frankfurter Stadtgebiet. Ziel ist, dass die Autos in jeder Woche rund 60.000 Kilometer zurücklegen. Das Ballungsgebiet mit den zahlreichen Pendlern stellt eine große Herausforderung für das Projekt dar.

Damit die Fahrzeuge problemlos über die Funktechnik kommunizieren können, wurden entlang der Straßen spezielle Empfänger eingerichtet. Neben dem WLAN-Standard kommen auch Mobilfunktechnologien wie UMTS und GPRS zum Einsatz, die bereits in den meisten Mobiltelefonen zu finden sind. Durch die Datenübertragung mit anderen Fahrzeugen und der Zentrale kann der Fahrer beispielsweise vor Gefahren gewarnt werden, beispielsweise, wenn der Vordermann plötzlich auf die Bremse tritt. Praktisch ist auch der Hinweis, mit welcher Geschwindigkeit eine „grüne Welle“ nutzbar ist. Schließlich lassen sich durch die Vernetzung der Fahrzeuge auch Staus vermeiden.

(Redaktion)


 


 

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