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Unentschuldigtes Fehlen

Kündigungsgrund: Unentschuldigtes Fehlen

Bleibt ein Arbeitnehmer wiederholt der Arbeit unentschuldigt fern, ist dieses Verhalten – nach einer erfolglosen Abmahnung – geeignet, eine verhaltensbedingte Kündigung zu rechtfertigen (BAG, Urteil vom 17.1.1991, NJW 1991, 1906 = DB 1991, 1226 = BB 1991, 1051).

Im Rahmen der abschließenden Interessenabwägung wirkt es sich für den Arbeitnehmer belastend aus, wenn sich das unentschuldigte Fehlen im Bereich der betrieblichen Verbundenheit ausgewirkt hat (Betriebsablaufstörung, Betriebsordnung) (BAG, a.a.O.).

Andererseits soll der Arbeitgeber verpflichtet sein, nach einer langen, unbelasteten Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers auch wiederholtes unberechtigtes Fehlen in gewissem Umfang hinzunehmen (LAG Köln, Urteil vom 25.1.1995, BB 1995, 1194).

Häufig bestreitet der Arbeitnehmer den Vorwurf des unentschuldigten Fehlens, indem er vorträgt, er sei arbeitsunfähig krank gewesen. Falls der Vortrag des Arbeitnehmers hinreichend substanziiert ist, muss der Arbeitgeber darlegen und beweisen, dass der Arbeitnehmer in Wirklichkeit doch arbeitsfähig gewesen ist (BAG, Urteil vom 12.8.1976, DB 1976, 2357 = BB 1976, 1517).

Unentschuldigtes Fehlen

(VSRW-Verlag)


 


 

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