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Die Haftung einer UG (haftungsbeschränkt) – darauf sollten Sie achten

Die UG (haftungsbeschränkt) unterliegt dem GmbH-Gesetz § 5a und ist somit haftungsbeschränkt. Aus diesem Grund erregt Sie bei vielen Unternehmern als Rechtsform Interesse. Mit dem Eintrag in das Handelsregister ist die beschränkte Haftung rechtmäßig. Ähnlich einer GmbH haften die beteiligten Personen grundsätzlich nicht persönlich. Die Gesellschaft selbst ist jedoch nicht nur in Bezug auf das Stammkapital haftbar, sondern mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen.

Ein Beispiel:

Die meisten Unternehmensgesellschaften (haftungsbeschränkt) werden mit einem Stammkapital von 1,00 Euro gegründet. Gibt es zusätzlich dazu noch ein Gesellschaftskapital von 35.000 Euro, so ist das Unternehmen mit den gesamten 35.000 Euro haftbar. Gibt es kein Kapital mehr in der Gesellschaft, so können nach dem Scheitern keine Verbindlichkeiten mehr ausgeglichen werden.

Die Haftung der einzelnen Gesellschafter genauer betrachtet

Die Gesellschafter (Gesellschafter Definition) einer UG (haftungsbeschränkt) (Rechtsform UG) dürfen nicht privat haftbar gemacht werden. Im schlimmsten Fall verlieren Sie bei Insolvenz des Unternehmens ihre Stammeinlage . Allerdings sind die Gesellschafter nicht bedingungslos in ihrer Haftung beschränkt. Liegt ein Missbrauch der Gesetzeslage vor oder gar eine Insolvenzverschleppung, weitet sich die Haftung und Rechenschaft der Gesellschafter auf ihren privaten Bereich aus.

Tipp der Redaktion: Die UG (haftungsbeschränkt) darf mit einem Stammkapital von 1,00 Euro als Mindestkapital gegründet werden. Viele Experten raten, das Stammkapital jedoch immer an dem tatsächlichen und finanziellen Bedarf der Gesellschaft zu orientieren. Ist das Stammkapital zu gering, folgt eine schnelle Überschuldung mit anschließender Haftung.

Haftet der Geschäftsführer im Ernstfall?

Der Geschäftsführer einer UG (haftungsbeschränkt) muss stets das Interesse des Unternehmens wahren und dieses mit bestem Wissen und Gewissen führen. Ein effizientes Arbeiten und die Orientierung an mehr Gewinn gehören hier zur Selbstverständlichkeit. Verhält sich ein Geschäftsführer pflichtbewusst, ist die Haftung ausgeschlossen. Verletzungen seiner Pflicht können allerdings auch zu einer persönlichen Haftung führen. Hier gibt es unterschiedliche Auffassungen der Pflichten und Aufgabenbereiche von Geschäftsführern. Dazu gehören:

  • Rechtzeitige Umsatzsteueran- und abmeldung
  • Jährliche sachgemäße Buchhaltung inklusive der notwendigen Steuererklärungen
  • Vertrauenswürdige Basis zwischen Gesellschaftern und Geschäftsführer
  • Rechtzeitige Eröffnung des Insolvenzverfahrens (Insolvenzverschleppung droht)
  • Überwachung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft (inkl. Zahlungen an die Gesellschafter)
  • Bei Angestellten: rechtzeitige Lohnsteueran- und abmeldung sowie die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen

Fazit

Die UG (haftungsbeschränkt) sieht als Rechtsform eine Haftungsbeschränkung von Gesellschafter und Geschäftsführer vor. Das Privatvermögen bleibt damit unangetastet. Allerdings gibt es Ausnahmen bei schweren Gesetzesverstößen und argen Pflichtverletzungen. Die persönliche Haftung bleibt damit nicht vollständig ausgeschlossen.

(Christian Weis)


 


 

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