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Krise

Wirtschaftskrise – hohe Schulden, stagnierendes Wachstum

Banken müssen in großer Geldnot gerettet werden, Industrieunternehmen gehen Pleite und ganzen Staaten geht das Geld aus. Eine Eskalation der Wirtschaft scheint dann nicht mehr weit zu sein und dennoch gibt es für den Begriff Wirtschaftskrise verschiedene Indikatoren und Definitionen. Kein Stein bleibt mehr auf dem anderen, und wie drastisch sich die Veränderungen auf dem Weltmarkt ausbreiten, ist nie sofort abzusehen. Doch nehmen wir alle eine Wirtschaftskrise in der Öffentlichkeit sofort wahr und können die Zeichen deuten, um Schlimmeres zu verhindern? Scheinbar könnte so aus einer Finanzmarktkrise keine Wirtschaftskrise folgen. Das Gegenteil ist der Fall.

Der steile Weg in die Wirtschaftskrise

Der erste Indikator einer anstehenden Krise ist das Wirtschaftswachstum. Ist es in einem Jahr groß, kann es im nächsten abflauen, moderater werden, bis hin zum endgültigen Stillstand. Jeder Markt braucht eine wirtschaftliche Entwicklung, die über einen längeren Zeitraum positiv ausgeprägt ist. Scheint es keinen Fortschritt und kein Wachstum mehr zu geben in nahezu allen Bereichen, wird dies als Rezession bezeichnet. Mangel an Nachfrage und Investitionen folgen auf dem Markt und die Produktionen gehen soweit zurück, dass auf längere Sicht Mitarbeiter entlassen werden müssen, da weniger Personal in den Industrieunternehmen benötigt wird. Kurzarbeit wäre eine Möglichkeit, die Angestellten über die Krise hinweg zu beschäftigen, doch es funktioniert nicht immer. Entlassungen, Einkommensverluste und Zahlungsunfähigkeit führen letztlich nicht nur ein Unternehmen, sondern die komplette Wirtschaft in Ländern, Bund und der Welt in die Krise.

Ursachen einer kaum aufzuhaltenden Wirtschaftskrise

Rollt der Stein erst einmal den Berg hinab, kann man ihn nur mit großer Mühe aufhalten, um ihn zur Spitze des Berges zurückzubringen. Die Wirtschaft verhält sich ähnlich, denn ein abfallendes, sogar negatives, Wachstum steuert geradezu in eine Krise und kann nur mit gemeinsamer Kraft verhindert werden. Bevor der Stein das Tal erreicht, sollte jedoch geklärt werden, warum er überhaupt ins Rollen gebracht wurde. Einer drohenden Wirtschaftskrise geht im 21. Jahrhundert die Banken- und Finanzkrise als Ursache hervor. Banken können untereinander nicht mehr vertrauen und haben Angst, das Kapital nicht wieder zurückzubekommen. Ein sonst reibungslos funktionierender Kreislauf scheint erschüttert und unterbricht einen wichtigen Strang der Wirtschaft. Beginnt die Geldnot bei den Banken, wird diese umgehend an die Unternehmen und Gesellschafter weitergegeben, denen es schwerer fällt, an Kredite zu gelangen und sich in Phasen der stagnierenden Wirtschaft förmlich über Wasser zu halten. Je länger eine derartige Krise dauert, zeigen sich schnell Auswirkungen auf Konjunktur, Beschäftigung und Staatshaushalt.

Fehlende Kredite, Entlassungen, marode Wirtschaft – eine kausale Kette

Ausbleibende Kredite bringen nicht sofort die Wirtschaft eines ganzen Landes ins Wanken. Sie sind jedoch notwendig, um Investitionen von Unternehmen zu tätigen, damit wirtschaftliches Wachstum und Expansion gegeben sind. Eine kleine indirekte Ursache kann daher schnell zu einer kompletten Wirtschaftskrise in allen Bereichen führen. Schulden sind nicht mehr zu bezahlen, Investitionen bleiben aus, die Nachfrage sinkt und letztlich wird die Produktion zurückgefahren. Dem Stein ist der Halt genommen und er rast geradezu auf das Tal. Die Umsatzrückgänge sind vor allem in der großen Industrie und bei teuren Produkten zuerst zu merken. Zulieferer können nicht mehr handeln und ein komplett gewebtes Netz der Wirtschaft scheint mit nur einem durchtrennten Faden den Halt zu verlieren und in sich zusammenzubrechen.

Rettung in der Wirtschaftskrise

Realistische Rettungsmethoden können in einem derartigen Ausmaß nur von der Regierung und Politik ausgehen. Zwei Ziele stehen im Vordergrund mit weniger Schulden und mehr Arbeitsangeboten. Sind die Zeichen der Zeit erkannt, muss schnell gehandelt werden, welches sich mit der Politik eines ganzen Landes jedoch fast ausschließt. Oft greifen schnell eingeführte Maßnahmen erst Monate später und werden bei der Bevölkerung noch weitere Monate später merklich. In einer wahren Wirtschaftskrise hilft es weder, die Ursachen ins Detail zu ergründen oder die Folgen schönzureden. Die einzige Rettung ist das Anpacken der eigentlichen Probleme, damit der Stein vor Erreichen des Tals gestoppt wird, oder endlich den nächsten Berg erklimmen kann.

(Redaktion)


 


 

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