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Urteil

Standard & Poor's zahlt für falsche Ratings

Die Ratingagentur Standard & Poor's muss jetzt für die irreführende Bewertung einiger Unternehmen geradestehen. Laut Gerichtsurteil folgt ein Schadensersatz in beachtlicher Höhe.

Die Agentur hatte komplizierte Finanzprodukte mit einer Bestwertung benotet. Viele australische Gemeinden und Städte haben sich auf diese Wertung verlassen und etwa 16 Millionen Dollar investiert. Aufgrund der Finanzkrise handelte es sich hier um wertlos gewordene Papiere, wodurch die Kommunen im Jahr 2008 etwa 90 Prozent der Einlagen verloren haben. Eine Klage sollte Schadensersatz bringen.

30 Millionen Dollar Schadensersatz

Insgesamt 13 Stadtverwaltungen haben gegen S&P mit Erfolg geklagt. Laut Gerichtsurteil muss die Ratingagentur jetzt 30 Millionen australische Dollar Entschädigung zahlen, um nicht nur die Verluste auszugleichen. Auch Zinszahlungen und Anwaltskosten werden von der Agentur übernommen.

Dieser Fall könnte nun auch Auswirkungen auf Europa haben und wurde von vielen Finanz-Interessierten mit Spannung erwartet. Gleichermaßen muss sich auch die Investmentbank ABN Amro und der Finanzdienstleister LGFS für seine Taten verantworten und für Schadensersatz aufkommen. Die Ratingagentur S&P's will jetzt Berufung gegen das Urteil einlegen.

(Christian Weis)


 


 

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