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  • 12.11.2012, 16:56 Uhr
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  • Deutschland
US-Wahl

Kommentar: Boris Raimicher zum Ausgang der US-Wahl 2012

In seinem neuesten Kommentar äußert sich Boris Raimicher zum Ausgang der US-Wahl 2012. Raimicher, Student der Wirtschaftswissenschaften, hat den Wahlkampf natürlich aufmerksam verfolgt, genauso wie die ersten Entwicklungen nach der Entscheidung

Boris Raimicher: Vielen ist wohl am Dienstagmorgen beim Abruf der aktuellen Nachrichten ein Stein vom Herzen gefallen: Barack Obama ist erneut zum Präsidenten der USA gewählt worden. Kein selbstverständliches Ergebnis. Beide Kandidaten, Obama wie Romney, mussten bis zum entscheidenden Tag um Sieg oder Niederlage zittern. In Deutschland dagegen wäre Obama von vornherein eine große Mehrheit sicher gewesen – in Umfragen hatte er zu jeder Zeit mit Abstand die Nase vorn.

Boris Raimicher geht von einem Doppelsieg aus

In gewisser Hinsicht ist dieses Ergebnis für Anhänger der Demokraten sogar ein Sieg in doppelter Hinsicht. Denn es hat nicht nur ihr Kandidat gewonnen: Für die Republikaner hat diese Niederlage eine besonders tiefe Bedeutung. Sie betrifft nämlich nicht nur den aufgestellten Kandidaten Romney selbst, sondern die gesamte Partei und das, wofür sie steht. Das Wahlergebnis hält den Republikanern den Spiegel vor: Sie sind zu konservativ und zu veraltet aufgestellt, um die breit gefächerte Wählerschicht zu begeistern. Und das Stammklientel reicht für einen Sieg nicht mehr aus.

Diese Einsicht ist, auch wenn sie aus einer Niederlage resultiert, äußerst konstruktiv, denn sie zwingt das festgefahrene Lager zu längst überfälligen Bewegungen in ihren Ausrichtungen, Personalaufstellungen und der öffentlichen Präsentation. Erste Schritte sind bereits drei Tage nach der Wahl erkennbar: Das republikanische Lager signalisierte Einlenken bei dem langen Konflikt um die Gesundheitsreform des Präsidenten. Neuer Hoffnungsträger der Partei wird vermutlich der Senator mit Latino-Hintergrund Marco Rubio aus Florida. Er soll die gewünschte Veränderung mobilisieren – und die Partei gleichzeitig vereinen.

Veränderungswillige Republikaner?

Die Wahl 2012 hat das Potenzial, tatsächlich neue Ressourcen in den USA freigesetzt zu haben. Zum einen sicherlich durch die Wahl Obamas, jedoch auch durch eine veränderungswillige republikanische Partei.
Boris Raimicher

(Redaktion)


 

 

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