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  • 04.07.2017, 12:09 Uhr
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  • Deutschland
Verbraucher

Nachhaltige Verpackungen werden Verbrauchern immer wichtiger

Bei der immer größeren Menge an Verpackungen, die bei der Herstellung von Waren verwendet werden, spielt ökologische Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle für Anbieter und Verbraucher. Dabei geht es längst nicht mehr nur um das bei der Verpackung hergestellte Material, sondern um dessen gesamten Lebenszyklus.

Welche Aspekte spielen bei der ökologischen Nachhaltigkeit eine Rolle?

Nicht allein das Material einer Verpackung ist ausschlaggebend dafür, dass sie zu ökologischer Nachhaltigkeit beitragen kann. Viel wichtiger ist es, ihren gesamten Lebenszyklus zu analysieren und daraus effiziente Lösungen zu entwickeln. Deshalb etabliert sich in der Verpackungsindustrie, bei den Herstellern und Händlern von „Fast Moving Consumer Goods“ (FMCG) in zunehmendem Maße ein weiter gefasster Ansatz.

Dabei werden Faktoren wie das Gewicht, der Ressourcenaufwand bei der Herstellung, der Entsorgung und dem Transport, Schutzfunktionen und viele weitere Aspekte berücksichtigt. In die Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit geht demnach nicht nur der direkte, sondern auch der indirekte Ressourcenverbrauch ein. Das macht es nötig, dass Interessenvertreter der Industrie und Regulierungsbehörden eng zusammenarbeiten. Nur so kann eine Basis für eine ganzheitliche Lösung geschaffen werden.

Nachhaltigkeit wird Verbrauchern immer wichtiger

Wie sehr sich gerade Verbraucher für nachhaltige Verpackungen interessieren, zeigt eine STI-Studie aus dem Jahr 2015. Demnach denken Verbraucher beim Thema Verpackung zuerst an Aspekte wie Recycling und Entsorgung. Aus dem Verpackungsmaterial werden außerdem Rückschlüsse auf die Vor- und Nachteile des Produkts gezogen. Als sehr umweltfreundlich wird dabei beispielsweise Wellpappe gesehen. Weiterhin wird ein im Verhältnis zum Inhalt und zur Wiederverwertbarkeit geringer Materialeinsatz bevorzugt.

In der Studie wird weiterhin deutlich, dass Verbraucher durchaus bereit sind, für umweltfreundliche Verpackungen mehr zu bezahlen. Bei Produkten mit einem Preis von 2,50 Euro gaben die Befragten an, bis zu 30 Cent mehr auszugeben, wenn die Verpackung dafür umweltfreundlich ist. Lediglich 15 Prozent der Befragten seien nicht bereit, einen Aufpreis zu zahlen.

In der Studie wurde weiterhin gefragt, wie bekannt verschiedene Nachhaltigkeitslogos bei den Verbrauchern sind. Die ersten vier Plätze wurden hier von Der Grüne Punkt, Der Blaue Engel, Fairtrade und FSC belegt. Dabei war bemerkenswert, dass die Verbraucher die Logos zwar kennen, aber nur wenige sie als kaufrelevant einschätzen. Gerade einmal 18 Prozent der Käufer achteten beim Kauf darauf (http://www.sti-group.com/de/news/article/nachhaltigkeit-bei-verpackungen-ist-verbrauchern-wichtig-1.html).

Viele Startups auf dem Verpackungsmarkt erfolgreich

Dass nachhaltige Verpackungen immer wichtiger werden, weiß man nicht nur beim Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung, sondern auch bei vielen jungen Startups. Hier ist beispielsweise das junge Berliner Unternehmen printmate zu nennen, das nicht nur auf ökologische Nachhaltigkeit, sondern auch auf Individualität setzt. Hier können Kunden ihre Verpackungen ganz frei gestalten. Doch auch andere Startups setzen auf Ökologie. Hier ist beispielsweise das 2013 gegründete Startup Landpack aus Puchheim zu nennen. Es hat ein Verfahren entwickelt, mit dem man Naturfasern zu kompostierbaren Formteilen verarbeiten kann. So will man Materialien wie Styropor langfristig ersetzen.

(Redaktion)


 


 

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