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Streik bei Amazon geht weiter

Die Gewerkschaft Ver.di setzt ihren Arbeitskampf mit dem Online-Versand-Riesen Amazon fort. Am Dienstag weitet sie den Streik schon auf den vierten Standort aus. Nun legten auch Amazon-Mitarbeiter in Rheinberg in NRW die Arbeit nieder.

Arbeit in Rheinberg ruht

Mit Beginn der Frühschicht um 05:00 Uhr legten die im nordrhein-westfälischen Rheinberg beschäftigten Amazon-Mitarbeiter die Arbeit nieder. Weiter teilte die Gewerkschaft mit, dass der Streik im bayerischen Graben (Augsburg) über den ganzen Tag fortgesetzt werde. Schon am Freitag und Samstag bestreikten Gewerkschaftsmitglieder die Amazon-Standorte in Bad Hersfeld und Leipzig. Sprechern der Gewerkschaft zufolge hatten sich am Montag 850 Beschäftigte am Arbeitskampf beteiligt. Wie die dpa mitteilte, zeigte sich die Gewerkschaft sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Streiks. Am Montagnachmittag sei die Besetzung in Graben sehr „ausgedünnt“ gewesen. Auswirkungen auf die Kunden des Versandhandels habe der Streik allerdings nicht gehabt.

Rechtlosigkeit der Angestellten angemahnt

Ver.di-Bundesvorstand Stefanie Nutzenberger rügte vor allem die „willkürliche und einseitige“ Verteilung der Gehälter. Auch die Arbeitsbedingungen seien nicht länger tragbar. Wegen der vielen befristeten Arbeitsverträge fühlen sich viele Mitarbeiter um ihre Rechte betrogen. Deshalb pocht Ver.di auf feste Tarifverträge. Nur sie können Grundlage eines existenzsichernden Einkommens und humaner Arbeitsbedingungen sein. Die Gewerkschaft fordert eine Entlohnung ihrer Mitglieder entsprechend der Vergütung im Einzel- und Versandhandel.

Amazon wehrt sich

Auch nach Monaten des Streiks lehnt die Amazon-Spitze die Forderungen der Gewerkschaft noch immer ab. Bereits seit April 2013 organisiert Ver.di Streiks in den wichtigsten deutschen Versandzentren des Unternehmens. Bislang werden die 9.000 festen Mitarbeiter von Amazon noch nach den Konditionen der Logistikbranche entlohnt. Aus der Unternehmensspitze heißt es dazu, dass man sich selbst als Logistiker sehe und bereits über dem branchenüblichen Durchschnitt entlohne.

(Florian Weis)


 


 

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