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  • 08.03.2019, 11:38 Uhr
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Wachstumskurs

Deutsche Familienunternehmen: Weiterhin auf Erfolgskurs

Unternehmen in Familienhand sind oft Hidden Champions und erfolgreiche Player in der nationalen und internationalen Wirtschaft, die sich auf Wachstumskurs befinden. Das Ranking der größten Familienunternehmen belegt, dass dieser Trend anhält – allen Wolken am Konjunkturhimmel zum Trotz.

Beeindruckende Wachstumszahlen

Die 1.000 umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen erwirtschaften zusammen 1.835 Billionen Euro Jahresumsatz. Das belegt das aktuelle Ranking des Portals „Die deutsche Wirtschaft“ (DDW). Die Daten für das Ranking werden mehrfach im Jahr aktualisiert und bieten einen kontinuierlichen Einblick in diese Unternehmenssparte. Es bestätigt sich ein Trend, der seit zwei Jahren anhält: Das Wachstum der Familienunternehmen ist stärker als das der Gesamtwirtschaft. 2017 legten die Top-1.000-Familienbetriebe im Schnitt um 8,46 Prozent – 2016 waren es 6,4 Prozent. Und: Die ersten Zahlen für 2019 deuten darauf hin, dass sich das Wachstum fortsetzt.

Bekannte Namen in den Top 3

Trotz der Turbulenzen in der Automobilbranche gehen die Plätze eins und zwei im Ranking an deutsche Autohersteller. Unangefochtene Nummer eins ist die Volkswagen AG, die mehrheitlich den Familien Porsche und Piëch gehört. Volkswagen ist der größte Automobilkonzern in Europa und der zweitgrößte der Welt. Platz zwei gehört der BMW AG, an der die Erben der Industriellenfamilie Quandt bis heute Anteile haben. Der Konzern eilt seit Jahren von Rekordumsatz zu Rekordumsatz. Dritter im Ranking ist die Schwarz-Gruppe, die von Dieter Schwarz, dem Sohn des Gründers Josef Schwarz, bis 1999 geführt wurde. Das Unternehmen ist die Muttergesellschaft der Einzelhandelsunternehmen Lidl und Kaufland.

Das Ranking listet auch Familienunternehmen, die aufgrund ihrer Vita bemerkenswert sind: Schwarz Cranz zum Beispiel, ein Unternehmen der Fleischwarenindustrie. Es ist in sechster Generation familiengeführt. Unternehmenslenkerin Kristin Schwarz gehört zu den rund fünf Prozent Frauen, die in einem Familienunternehmen eine Führungsposition besetzen – und ist die einzige Frau in Deutschland, die einen Fleischwarenhersteller leitet. Kristin Schwarz stieg 1999 nach einem BWL-Studium bei Schwarz Cranz ein und ist seit 2009 alleinige Gesellschafterin. Seit ihrem Amtsantritt konnte das Unternehmen den Umsatz von 40 auf rund 130 Millionen Euro steigern, Schwarz Cranz beschäftigt aktuell etwa 500 Mitarbeiter.

Hohes Engagement bei Forschung und Entwicklung

Neben der schnellen Reaktionsfähigkeit und Flexibilität beim Agieren in dynamischen Märkten ist das Engagement im Bereich Forschung und Entwicklung ein wichtiges Fundament für den Erfolg der deutschen Familienunternehmen. 44 Prozent von ihnen geben im Rahmen des DDW-Rankings an, bei Forschungsprojekten zu kooperieren, und sogar 66 Prozent sind in Hochschulkooperationen involviert.

(Redaktion)


 

 

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