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Stadt der Wissenschaft 2009

2.400 kleine und große Forscher trafen sich zur Kinder-Universität

Mehr als 2400 kleine und große Forscher trafen sich am vergangenen Samstag zur Kinder-Universität in Oldenburg. Dabei gingen sie zahlreichen Fragestellungen nach und klärten u.a. die Frage "Wie funktioniert das Trommelfell?" oder "Wie kommt es zu einer Revolution?" Und dank der spannenden Kinder-Uni wissen die kleinen Forscher nun auch, wie Leuchtdioden funktionieren.

Zur Fortsetzung der Eröffnung von Oldenburgs Jahr als „Stadt der Wissenschaft“ wurden all diese Fragen in der EWE-Arena kindgerecht beantwortet. Dort, wo sonst Bundesliga-Basketball und -Handball geboten wird, bekamen kleine und große Besucher in drei Kurzvorlesungen von Wissenschaftlern der Universität Oldenburg Einblicke in Physik, Geschichte und Chemie.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Eröffnungsfeierlichkeiten des Wissenschaftsjahres standen die Kinder

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Eröffnungsfeierlichkeiten des Wissenschaftsjahres standen – passend zum Motto „Talente, Toleranz,. Technologie“ – die Kinder. Mit hochgehaltenen Transparenten, T-Shirts und rhythmischem „Studentenklatschen“ zeigten sie, dass Wissenschaft schon die Jüngsten begeistern kann. Und auch das zweite T des Leitspruchs, die Toleranz, kam bei der Veranstaltung nicht zu kurz: Zum ersten und auch einzigen Mal in der bislang fünfjährigen Geschichte der Kinder-Universität Oldenburg durften nämlich Erwachsene die Jungforscherinnen und -forscher begleiten. Dieses Novum machte sich der Physiker Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier in seiner Vorlesung „Wie kommt die Musik in den Kopf“ gleich zu Nutze. Für seine Hörexperimente holte er Kinder, Eltern und Großeltern auf die Bühne und demonstrierte anschaulich, zu welchen Spitzenleistungen unser Gehör imstande ist. Deutlich wurde zudem, dass die Wahrnehmung von Geräuschen im Alter nachlässt, die Deutungsfähigkeit aber zunimmt. So können Erwachsene etwa hören, ob heißes oder kaltes Wasser eingegossen wird, dafür hören Kinder höhere Töne besser. „Toll“, freute sich die kleine Birte (8), „und meine Mama meint immer, ich höre nicht gut“.

Früh übt sich: Wie funktioniert eine Revolution?

Vollkommen andere Töne schlug Prof. Gunilla Budde an. In ihrer Vorlesung „Als die Bürger frech geworden...“ legte die Oldenburger Historikerin dar, dass Aufstände und Umstürze nicht einfach so vom Himmel fallen. Sie thematisierte die Revolution von 1848 aus Kindersicht. Vier Schauspielerinnen und Schauspieler nahmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine lehrreiche Zeitreise in das Deutschland von vor gut 160 Jahren. Sie gaben dabei Einblicke in den Alltag eines jungen Arbeiters, eines Professorensohns, einer Prinzessin und einer Bäckerstochter während dieses „Gewitters der Geschichte“.

LEDs: Kinder erfahren, warum die Glühbirne bald Geschichte ist

Wenn alles stinkt und knallt, dann ist es Chemie. So lässt sich Prof. Dr. Mathias Wickleders abschließende Vorlesung „Chemie erleuchtet“ zusammenfassen. Er zeigte, dass die Zeit der Glühbirne längst vorbei ist. Halogenlampen, Xenonlampen, Energiesparlampen und natürlich Leutdioden (LEDs) haben sie abgelöst. Allerdings steckt in diesen Lampen viel Chemie. So werden viele chemische Verbindungen und Reaktionen zur Lichterzeugung genutzt, wie Wickleder eindrucksvoll in seinen Experimenten demonstrierte.

Mini-Bachelor und Verlosung

Im Anschluss an die drei Vorlesungen, konnten die acht- bis zwölfjährigen Wissenschaftschaftlerinnen und Wissenschaftler ihren „Mini-Bachelor“ machen. Dazu mussten Fragen zum Gehörten richtig beantwortet werden. Zur Belohnung wird eine Mini-Bachelor-Urkunde zugeschickt. Darüber hinaus sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Verlosung mit dabei. Hauptpreis ist eine Reise mit den Eltern nach Berlin, inklusive einer Spezialführung durch das Deutsche Technikmuseum und – passend zur Vorlesung von Prof. Dr. Gunilla Budde – einer Kinder-Stadtführung zum Thema Deutsche Revolution.

Oldenburgs Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner zeigte sich nach Ende der Veranstaltung begeistert vom Wissensdurst der Besucher: „Über 2400 Menschen zu Gast in der Kinder-Uni: In unserer Übermorgenstadt drängeln sich auch schon die jüngsten um Bildung auf höchstem Niveau. So etwas mitzuerleben, das bereitet mir großes Vergnügen und macht mich sehr zuversichtlich für eine gute Zukunft.“

(Redaktion)


 


 

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