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Bremer 6-Tage-Rennen

Umfangreiches Archiv ins Netz gestellt

Journalist und Autor Thorsten Schmidt aus Bremen hat Bücher über den wohl größten Rockgitarristen aller Zeiten verfasst, ebenso über die Beatles oder über die Rolling Stones. Die Werke über die Heroen der Rockmusik sind Schmidts Kerngeschäft, damit verdient er sein Geld. Seine zweite große Liebe allerdings gilt dem 6-Tage-Rennen, insbesondere dem in Bremen. Hendrix tritt dann für eine Weile in den Schatten von Lampater, Risi & Co.

Schmidts beeindruckende Anzahl an Veröffentlichungen zum Thema Musik kann auf seiner Internetseite „kultur-buch.de“ studiert werden. Allerdings findet man dort noch etwas anderes: das umfangreichste Archiv über 6-Tage-Rennen im Internet. Damit verdient Schmidt keinen Pfennig. Es ist ihm eine Herzensangelegenheit. „Radsportverrückt?“ wiederholt Schmidt die Frage fast genüsslich. „Ja, von mir aus, ich hab’ nichts gegen Verrückte.“

„Ich war sehr schnell angefixt. Das war mein Sport“ (Autor Thorsten Schmidt)

Früher selbst Radrennen gefahren

Der gebürtige Kieler ist früher selbst Radrennen gefahren. Weitsprung war ihm "zu doof", Geräteturnen auch. Als sein bester Kumpel nie Zeit hatte, sich zu verabreden, forschte er nach. Der Freund musste trainieren – auf dem Rennrad. Schmidt, damals zarte zwölf Jahre alt, fuhr alsbald mit, auf einer ziemlich alten Gurke, die ihm der Radsportverein zur Verfügung stellte. „Ich war sehr schnell angefixt. Das war mein Sport“, erinnert er sich. Er blieb dabei. Ein paar Jahre später, setzte ihm seine Freundin die Pistole auf die Brust: „Entscheide Dich: Für mich oder für das Rennradfahren“, forderte sie. Schmidt muss noch heute lachen. „Das war ein ziemlich ungünstiger Zeitpunkt. Ich hatte gerade ein nagelneues Rennrad bekommen.“ Das war’s also vorerst mit den Mädels. Die Pubertät, sagt Schmidt, habe er umgangen – auf dem Sattel seiner Rennmaschine.

Aktiv Rennrad gefahren ist der zweifache schleswig-holsteinische Landesmeister bis zu seinem Umzug 1993 nach Bremen. Hier gefiel ihm das Trainingsrevier nicht so recht und das Velo blieb im Keller stehen. Dafür hat er seitdem keines der Bremer 6-Tage-Rennen verpasst. „Ich verstehe nicht, warum Leute zur Tour de France fahren, 24 Stunden lang warten, um dann zehn Sekunden das Feld vorbeihuschen zu sehen.“, sagt Schmidt und freut sich schon auf die nächste Auflage des Bremer Rennens.

Internetseite: Kein "Schnickschnack"

Weil die Bremer Rennen ihn so begeisterten, wollte er mehr wissen. Aber immer wenn er etwas suchte im World Wide Web, wurde er enttäuscht. „Das war und ist schon recht spärlich. Es gab zwar reichlich Informationen, aber nichts Gefiltertes und darauf kommt es im Internet ja schließlich an.“ Also machte Schmidt sich selbst ans Werk. Er sammelte, er recherchierte, er ordnete und verlinkte. Inzwischen klicken Journalisten, Profis und Veranstalter gleichermaßen seine Website an. Sie besticht nicht gerade durch ein modernes Design, es sind keine Flash-Animationen oder Videos darauf zu finden. „Bisschen rudimentär“, nennt Schmidt selbst die Seite. Sie kommt ohne unnötigen Schnickschnack aus. Dafür sind akkurat („Da bin ich pingelig.“) die Palmares eines jeden Fahrers aufgelistet, die Ergebnisse der Rennen, reichlich Material zur Historie der 6-Tage-Rennen und neuerdings auch Interviews. 

Das Archiv zum Bremer 6-Tage Rennen von Thorsten Schmidt finden Sie hier

(Redaktion)


 


 

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