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"Irrsinnssprünge" von bis zu zwölf Cent

ADAC wirft Ölmultis Verwirrspiel bei den Spritpreisen vor

Der ADAC wirft den Ölkonzernen absichtliches Preiswirrwarr an den Tankstellen vor. Mit "Irrsinnssprüngen" von bis zu 12 Cent an einem einzigen Tag wollten die Unternehmen die Verbraucher offenbar verwirren, sagte Sprecher Andreas Hölzel am Montag. Zudem sei der Sprit typischerweise Abends deutlich billiger. Wer morgens tanke werde deutlich stärker abkassiert, warnte er.

Von Christof Rührmair

"Für die meisten Autofahrer ist es kaum möglich, bei diesem Preiswirrwarr den Überblick zu behalten und den richtigen Moment zum günstigen Tanken zu erwischen", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der "Bild"-Zeitung. "Mit dieser Jo-Jo- Preispolitik kassieren Ölmultis die Autofahrer systematisch ab."

Über Nacht nach oben und am Tag nach unten

Typischerweise geht es dem ADAC zufolge über Nacht mit den Preisen kräftig nach oben. Sprünge von sechs bis zehn Cent seien bei einer aktuellen Untersuchung in elf Städten an der Tagesordnung gewesen. In München habe man sogar 12 Cent registriert. Danach fallen die Spritpreise meist im Tagesverlauf.

Im Schnitt kostete ein Liter Super E10 abends um 2,6 Cent weniger als am Morgen. Diesel verbilligte sich im Schnitt sogar um 3,3 Cent. Den stärksten Rückgang an einem einzigen Tag verzeichnete der ADAC mit 12 Cent bei Diesel in Bielefeld.

Teils große Unterschiede zwischen den Anbietern

Teilweise habe man auch große Unterschiede zwischen den Anbietern festgestellt, erklärte der ADAC. Ganz grundsätzlich empfiehlt der Verkehrsclub die Preise zu vergleichen und günstige Gelegenheiten auch dann zu nutzen, wenn der Tank noch nicht ganz leer ist. Die alte Regel, dass der Sprit typischerweise Freitags am teuersten und Montags am billigsten ist, gilt dagegen nicht mehr.

Der ADAC hatte eine Woche lang an 33 Tankstellen der Marken Aral, Shell und Jet die Preise analysiert. Dazu wurden sie um 8.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr erhoben. Die Untersuchung fand in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Bielefeld, Bremen, Dresden, Karlsruhe und Neustadt in der Pfalz statt.

Vergangene Woche hatten sowohl Superbenzin als auch Diesel neue Höchstwerte erklommen. Seither sind die Preise wieder leicht zurückgegangen.

(dapd )


 


 

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