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Hotel-Adlon-Fonds

Fundus-Chef Jagdfeld gewinnt Machtkampf - Abwahlantrag gescheitert

Der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld bleibt Chef des Hotel-Adlon-Fonds. Mit großer Mehrheit wurde der 64-Jährige in der Nacht zum Samstag nach einer stundenlangen Debatte in seinem Amt bestätigt, wie Jagdfeld-Sprecher Christian Plöger mitteilte. 74 Prozent der rund 800 Anwesenden hätten gegen einen Abwahlantrag gestimmt, der von einer Anlegergruppe um den Rechtsanwalt Thomas Fritsch gestellt worden war.

Von Mirko Hertrich und Viktoria Schiller

Der Konflikt zwischen der Anlegergemeinschaft und der Fondsspitze schwelt seit Monaten. Für Ärger sorgten zunächst magere Gewinnausschüttungen. Anleger kritisierten auch das Geschäftsgebahren Jagdfelds.

Hotel Adlon wurde 1997 eröffnet

Über die Stundung der Pacht für Dienstleistungsfirmen, die ein Sohn Jagdfelds leitet, eskalierte der Streit. Ein vom Verwaltungsrat in Auftrag gegebenes Gutachten hatte Jagdfeld entlastet, die Wogen zwischen den Streitparteien gleichwohl nicht geglättet.

Das Hotel Adlon am Brandenburger Tor wurde mit Mitteln aus dem Fonds gebaut und im August 1997 eröffnet. Der Fundus-Fonds 31 hat 4.400 Anleger. Er wird seit 1994 von Jagdfeld geführt, dessen Funds-Gruppe einst auch das Berliner Tacheles-Areal kaufte, das mittlerweile zur Zwangsversteigerung ansteht. In die Schlagzeilen geriet auch der Fonds für das Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee.

Fonds hat 15 Millionen Euro in der Kasse

In seinem Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr gab Jagdfeld an, dass sich die Geschäfte der beiden Pächter des Adlon-Fonds "erfreulich gut" entwickelt hätten. Sowohl Kempinski als auch die Adlon Holding hätten die Wirtschaftskrise "erfolgreich gemeistert". Auch im Verlauf dieses Jahres seien die Zahlen gut, sagte der Immobilienunternehmer. "Das spiegelt sich im hohen Kassenbestand unseres Fonds von mehr als 15 Millionen Euro wider."

Plöger zufolge stellte sich Jagdfeld in der Gesellschafterversammlung den mehr als 30 Wortmeldungen "konzentriert, ruhig und sachlich". Rechtsanwalt Fritsch soll überraschend vorgeschlagen haben, den Abwahlantrag zurückzuziehen und einen Kompromiss einzugehen, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Unternehmenskreisen erfuhr. Die Gesellschafter hätten den Vorschlag "mit Häme und Spott" aufgenommen, hieß es.

(dapd )


 


 

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