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Ägypten

Ägyptens Wirtschaft wartet auf die Politik - Priorität auf Beschäftigung und Infrastruktur

Ägypten feiert an diesem Samstag den 1. Jahrestag des Sturzes von Langzeitmachthaber Hosni Mubarak. Das Jubiläum wird durch die jüngsten Ausschreitungen und eine wenig stabile Sicherheitslage überschattet. Nach den ersten demokratischen Wahlen wartet die ägyptische Wirtschaft weiterhin auf Vorgaben aus der Politik.

Angesichts der unklaren politischen Situation kann sich Ägyptens Wirtschaft nur langsam konsolidieren. "Die wirtschaftliche Schwächephase dürfte bis zur vollständigen Machtübergabe durch den Militärrat fortdauern", sagt Michael Marks, Repräsentant von der deutschen Außenwirtschaftsorganisation Germany Trade & Invest in Kairo. "Es gilt nun, das weitere politische Gerüst eines neuen Ägyptens auszubauen. Priorität hat die Ausarbeitung einer Verfassung, die das Kräfteverhältnis zwischen dem Präsidenten, der Regierung und dem Parlament definiert", so Marks weiter.

Tourismus leidet unter geringer Auslastung

Geordnete politische Verhältnisse sind die Grundlage für einen wirtschaftlichen Aufschwung, den das Land am Nil dringend nötig hat. Die offizielle Arbeitslosenquote hat sich in einem Jahr von 9 auf 12 Prozent erhöht. Der beschäftigungsintensive Tourismus leidet unter der mangelnden Auslastung von nur rund 50 Prozent. Die Abwanderung in die unkontrollierte Schattenwirtschaft steigt kontinuierlich. Laut Marks macht diese mittlerweile über ein Drittel der erfassten Wirtschaft aus: "Wenn der Umbruch Erfolg haben soll, müssen Reformen folgen, die bei den Menschen ankommen. Hier ist jede zukünftige Regierung gefordert. Die Menschen brauchen nicht nur Energie und Wasser, sondern vor allem auch Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft."

Bei den ausländischen Direktinvestitionen zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab, der jedoch aufgrund der politischen Instabilität wieder einbrechen könnte. Angesichts zunehmender Finanzprobleme bemüht sich die jetzige Interimsregierung einen Vertrauensgewinn beim Internationalen Währungsfonds ( IWF ) herbeizuführen. Bevor Geld fließt, fordert dieser allerdings ein Wirtschaftsprogramm.

(Redaktion)


 


 

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