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Jülich / Ahaus / Grohnde

Autobahn-Aktionstag gegen Atommülltransporte

Mit einem Autobahn-Aktionstag haben Atomkraftgegener und Umweltverbändn aus ganz Nordrhein-Westfalen und dem angrenzenden Weserbergland am Samstag gegen die bevorstehenden Atomtransporte zwischen Jülich und Ahaus und zum Atomkraftwerk Grohnde protestiert

Mit Autokorsos, Kundgebungen sowie Aktionen an Autobahnbrücken und Autobahnraststätten forderten Atomkraftgegner einen sofortigen Stopp aller Atomtransporte sowie die Stilllegung aller Atomanlagen. Zugleich machten sie auf die ungelöste Entsorgung des
Atommülls in Jülich, Duisburg, Ahaus und Gronau aufmerksam.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern von der Bundes- und NRW-Landesregierung, dass die Pläne für die Castor-Transporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus aufgegeben werden. Von Jülich aus sollen über Autobahnen rund hochradioaktive 300.000 Brennelementekugeln aus einem ehemaligen Versuchsreaktor ins Münsterland verlegt werden (business-on.de berichtete)

Auch die schwach- und mittelradioaktiven Atommülltransporte von Jülich und von der Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim über die Autobahnen lehnen die Atomkraftgegner ab. werden. Sie sehen die Endlagerfrage ungelöst und fordern einen kompletten Einlagerungsstopp.

Darüber hinaus fordern die Anti-Atom-Initiativen eine Absage der für März geplanten Autobahn-Transporte aus der britischen Wideraufbereitungsanlage Sellafield durch Belgien und NRW zum AKW Grohnde an der Weser. Als Minderheitsanteilseigner sind neben dem Energieriesen E.on (83,3 Prozent) auch die Stadtwerke Bielefeld mit einem Anteil von 16,7 Prozent am AKW Grohne beteiligt. An den Stadtwerken Bielefeld ist wiederum zu 50,1 Prozent die Stadt Bielfeld und zu 49,9 Prozent die Bremer SWB beteiligt, die merhehitlich vom Oldenburger Energieversorger EWE kontrolliert wird. Bei dem geplanten Transport sollen 16 plutoniumhaltige MOX-Brennelemente mit einem Gewicht von 400 kg  transportiert werden.

Autokorsos fanden am Samstag zwischen dem münsterländischen Ahaus und Duisburg im Ruhrgebiet auf den Autobahnen A 31 und A 1 swoei zwischen Bonn, Duisburg und Jülich statt. Kundgebungen fanden u.a. in Jülich, Grohnede, in Duisburg-Wanheim statt.

Zwischenfall auf der A 31

Zu einem Zwischenfall kam es auf einer Fußgängerbrücke über die A 31 im Bereich Schermbeck. Aus einer Gruppe heraus war hier ein Rohr auf die Richtungsfahrbahn "Emden"  geworfen worden. Durch Polizei wurden einige Minuten später ca. 15 Personen der Anti-Atomszene auf der Brücke angetroffen. Die Personalien wurden festgestellt und Platzverweise für den Bereich der Brücke erteilt.

(Redaktion)


 


 

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