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Arbeitgeber & Gewerkschaften

Zukunftstarifvertrag soll Beschäftigung in norddeutschen Airbus-Werken sichern

Mit einem umfassenden Zukunftstarifvertrag zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebernsollen die Stellen und die vier deutschen Airbus-Standorte in Hamburg, Bremen, Stade, und Buxtehude langfristig gesichert werden. Nach einer grundsätzlichen Einigung auf die Eckpunkte am 19. Oktober 2011 haben die Vertragsparteien am Montag das vollständig ausgearbeitete Vertragswerk unterzeichnet.

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, erklärte: „Mit dem Zukunftstarifvertrag sichern wir langfristig die Arbeitsplätze bei Airbus in Deutschland. Uns ist es gelungen, Leiharbeit zu begrenzen und den Grundsatz „gleiche Arbeit – gleiches Geld“ zu erhalten. Das Unternehmen bietet zudem jungen Menschen eine sichere Perspektive: Bei Airbus gilt die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung.“

Die wichtigsten Elemente der Vereinbarungen im Einzelnen:

Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit:
Grundlage zur langfristigen Sicherung von Beschäftigung und Standorten bis Ende des Jahres 2020 ist der gemeinsame Wille beider Tarifparteien, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Wesentliche Elemente dabei sind Produktivitätserhöhungen, die deutlich über den bisherigen jährlichen Planungszielen liegen sollen. Basis dafür ist ein gemeinsamer, langfristiger Optimierungsprozess, den die Mitarbeiter wesentlich mitgestalten sollen. 

Geltungsbereich:

Der Zukunftstarifvertrag gilt für die Stammbelegschaft von Airbus in Deutschland und regelt auch die Bedingungen der Zeitarbeit. Seine Laufzeit endet zum 31.12.2020. Die Geschäftsführung hat das Recht, den Zukunftstarifvertrag zum 31.12.2016 zu kündigen.

Ausbildung:
Airbus behält die Ausbildungsquote von fünf Prozent der Stammbelegschaft bei. Alle Auszubildenden, die ihre Ausbildung erfolgreich durchlaufen haben, werden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Besonders förderungswürdigen Auslernern mit Hochschulreife bietet das Unternehmen die Möglichkeit, nach einem weiterführenden Studium das Arbeitsverhältnis wieder aufzunehmen.

Flexibilität:

Bei Airbus werden ab 2012 im Serienbetrieb mindestens 80 Prozent Stammmitarbeiter und höchstens 20 Prozent flexible Arbeitskräfte (Zeitarbeitnehmer und befristete Mitarbeiter) tätig sein. Ab 2015 setzt sich die Quote der flexiblen Kräfte aus 15 Prozent Zeitarbeitnehmern und fünf Prozent befristeten Mitarbeitern zusammen. Beim Anlauf von neuen Flugzeugprogrammen kann im Bedarfsfall von diesen Quoten abgewichen werden. Für Zeitarbeitnehmer gelten auch weiterhin ab dem vierten Monat die gleichen Entgelt- und Arbeitsbedingungen wie für die Airbus-Stammbelegschaft. 2012 erhalten weitere 300 Zeitarbeitnehmer das Angebot einer unbefristeten Anstellung bei Airbus.

(Redaktion)


 


 

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