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VW will Anteile behalten

Suzuki will Volkswagen vor die Tür setzen - Japaner wollen Aktien zurückkaufen

Nach einem mehrmonatigen öffentlichen Streit hat der japanische Autohersteller Suzuki die Zusammenarbeit mit Volkswagen einseitig beendet. Man habe den deutschen Autohersteller davon in Kenntnis gesetzt, dass man die rund 20 Prozent Aktienanteile zurückkaufen wolle, die VW 2009 erworben hatte, erklärte Suzuki am Freitag in Hamamatsu. Ein VW-Sprecher erklärte dazu, der Konzern werde an seinem Anteil festhalten.

Von Thomas Rietig

Die Japaner sind ihrerseits mit 1,5 Prozent an VW beteiligt. Eskaliert war der Streit kurz vor der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main im September. Damals hatte VW den Japanern vorgeworfen, Motoren absprachewidrig bei einem Dritthersteller, nämlich Fiat, geordert zu haben. Im Gegenzug monierte Suzuki, Volkswagen habe ihm keinen Zugang zu Technologien gewährt.

Falls VW nicht verkaufen wolle, werde die Hilfe eines internationalen Schiedsgerichts gesucht, erklärte Suzuki-Vorstandschef Osamu Suzuki. Er sei enttäuscht, dass er diesen Weg gehen müsse, fügte er hinzu. Noch tiefer sei seine Enttäuschung jedoch darüber, dass er die Partnerschaft seinerzeit per Handschlag mit dem VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn besiegelt habe und dieser das nicht damit honoriert habe, Suzuki "Zugang zu dem zu gewähren, was ursprünglich vereinbart war".

Indischer Markt im Visier

Das Engagement von VW bei Suzuki hatten Analysten hauptsächlich mit der verhältnismäßig starken Position der Japaner auf dem indischen Markt begründet, den VW auch im Visier hat.

Volkswagen wies "kategorisch zurück, dass wir in irgendeiner Weise den Kooperationsvertrag gebrochen oder nicht gelebt hätten", hieß es in der Erklärung der Wolfsburger am Freitag. Sie lehnten "eine Beendigung des Abkommens ab" und zeigten sich ebenfalls "sehr enttäuscht über diesen Schritt". Die Begründung für den Gang vor das Schiedsgericht und die Kündigung des Rahmenvertrags "sehen wir als haltlos an", erklärte Volkswagen.

Es habe intensive technische Unterstützung im Bereich von Zukunftstechnologien und die gemeinsame Arbeit an potenziellen Projekten gegeben. "Wir haben unsere vertraglich zugesagten Pflichten erfüllt und weitreichenden Zugriff auf Technologien gegeben. Es gibt keinerlei rechtliche Basis, die Aktien zurückgeben zu müssen", argumentierte Volkswagen.

(dapd )


 


 

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