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Aktion Deutschland Hilft

2,5 Millionen Menschen in Syrien von Kriegshandlungen betroffen

Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufenen Syrien-Arbeitsgruppe "Wirtschaftlicher Wiederaufbau und Entwicklung" wird heute in Berlin mit Teilnehmern aus 60 Ländern über internationale Maßnahmen für den Wiederaufbau Syriens beraten. Währenddessen verschärft sich die Situation der Flüchtlinge.

Der vergangene Monat war der blutigste im bisher 18 Monate andauernden Bürgerkrieg. 18.000 Menschen haben bisher ihr Leben verloren, in einem Konflikt, in dem keine der beteiligten Parteien zu Gesprächen bereit ist und der Weg der bewaffneten Konfrontation einer gütlichen Einigung vorgezogen wird. Selbst der neue Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi bezeichnet seine Mission als nahezu unmöglich.

Die Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft engagieren sich auch in Syrien selbst. Die größte Hürde dabei ist die Sicherheitslage. Den Maltesern zufolge führe diese zu Verzögerungen, Hilfe zu leisten sei aber trotzdem möglich. Während die Malteser Hygiene-Kits verteilen, um der Gefahr von Erkrankungen aufgrund mangelnder Hygiene entgegenzuwirken, ist die Organisation Help-Hilfe zur Selbsthilfe im Großraum Damaskus tätig und kümmert sich um Wasseraufbereitung und die Entsorgung von Abwasser. Islamic Relief transportiert über einen Korridor an der türkisch-syrischen Grenze Hilfsgüter nach Syrien.

Mittlerweile sind 2,5 Millionen Menschen von den gewalttätigen Auseinandersetzungen betroffen. Fast 230.000 Menschen sind in die Nachbarländer geflohen. "In Anbetracht der anhaltenden Gewalt ist nicht damit zu rechnen, dass der Flüchtlingsstrom in die Nachbarländer abreißt. Aktion Deutschland Hilft hofft, seine Hilfsmaßnahmen intensivieren zu können", so Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft.

Spenden sind nach ihren Angaben weiterhin von Nöten. So wies auch der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson darauf hin, dass erst die Hälfte der Maßnahmen des humanitären Einsatzplans der Vereinten Nationen finanziert sei und hunderttausende von Leben auf dem Spiel stehen. Die Aktion Deutschland Hilft bittet weiterhin um Spenden.

Die Aktion Deutschland Hilft in Bonn ist die zentrale Spendensammelorganisation der darin zusammen geschlossenen Hilfsorganisationen. So machen sich diese beim Sammeln von Spenden nicht gegenseitig Konkurrenz . Auch die Entwicklungshilfeorganisationen haben sich nach dem Vorbild der Aktion Deutschland Hilft seit einigen Jahren im Verbund "Entwicklung Hilft" in Berlin zusammengeschlossen.

(Redaktion)


 


 

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