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Flutkatastrophe in Pakistan

Islamic Relief wird Gastmitglied von Aktion Deutschland Hilft

Die "Aktion Deutschland Hilft" ist ein Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen, die bei großen Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die humanitäre Organisation Islamic Relief kooperiert ab sofort bei der Hilfe für die Flutopfer in Pakistan mit dem Bündnis.

„Humanitäre Hilfe muss unabhängig von religiöser Zugehörigkeit stattfinden. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Menschen in Not, unabhängig von ihrem Glauben“, so Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft. Gerade die unvorhergesehenen Ausmaße der aktuellen Flutkatastrophe mit über 20 Millionen Betroffenen zeige, wie wichtig es sei, Hand in Hand zu arbeiten, Notleidenden zu helfen.

Ende 2009 gemeinsame Tagung durchgeführt

Die geplante Aufnahme von Islamic Relief als Gastmitglied in das Bündnis der Hilfsorganisationen soll dabei ein deutliches Zeichen setzen. „Katastrophen finden vielfach in muslimischen Ländern statt. Wir freuen uns, beim großen Bündnis der Hilfsorganisationen dabei zu sein, um noch bessere Unterstützung für Betroffene leisten zu können“, betont Geschäftsführer Tarek Abdelalem von Islamic Relief Deutschland in Köln. Bei vergangenen Katastrophen haben Mitgliedsorganisationen des Bündnisses bereits erfolgreich mit Islamic Relief zusammengearbeitet. Die Organisation ist 1984 im englischen Birmingham gegründet worden. Im Dezember 2009 hatte es bereits eine gemeinsame Veranstaltung  der Welthungerhilfe und von Islamic Relief in Bonn gegeben. Die Welthungerhilfe selbst ist nicht im Bündnis Aktion Deutschland Hilft vertreten.

Derzeit sind zehn Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft in Pakistan aktiv: Action Medeor, Adra, Arche Nova, Care, Handicap International, Help, Johanniter, Kinderhilfswerk Global Care, Malteser International und World Vision.

Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft in Bonn ist im Jahr 2001 gegründet worden und sorgt im Falle großer Katastrophen für eine bessere Abstimmung der beteiligten Hilfsorganisationen. Kurz vor der Gründung war es bei der damaligen Oderflut zu Doppelhilfen im Katastrophengebiet und zu einem Gerangel um Spendengelder gekommen, da alle Organisationen eine eigene Spendenakquise betrieben. Weil bei der Aktion Deutschland Hilft die Spenden zentral eingehen, ziehen alle beteiligten Organisationen an einem Strang und können sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: das Helfen. Auch Mehrfachzahlungen werden so vermieden. Ein Zusammenschluss  mit ähnlichem Ansatz ist das in Aachen gegründete Bündnis Entwicklung Hilft (Berlin). Dort hat man sich auf die langfristige Entwicklungshilfe vor Ort in den Krisengebieten spezialisiert.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Horst Messer
26.08.10 09:09 Uhr
Islamic Relief

Islamic Relief hat ja von uns allen schon Geld bekommen, über Steuern finanziert. Nur wissen es die wenigsten:

Aus dem Geschäftsbericht 2008 von Islamic Relief:

27% des Geldes (13’022’857£) kamen von Grossbritanien.
18% des Geldes (8’765’256£) kamen von verschiedenen Institutionen, vorallem von der Europäischen Kommission (4’927’916£) und dem UN Entwicklungsprogramm (1’960’622£).
Etwa 11% (5’392’155£) des Geldes stammen von “Mittlerer Osten und andere Geographische Orte”. 33% (15’633’602£) Kommen von den verschiedenen Islamic-Relief Niederlassungen, der grösste Teil aus den USA, der Schweiz und Deutschland.

Quellen:
http://www.islamic-relief.com/annualreport/Where-money-came-from.aspx
http://www.islamic-relief.com/annualreport/Income-by-institution.aspx

 

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