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Squeeze-out - Der herausgedrängte Aktionär

Der österreichische Investor Andreas Kaufmann will den weltbekannten Kamerahersteller Leica ganz für sich. Und weil er fast alle Anteile - genau 97,56 Prozent - am Unternehmen bereits besitzt, kann er die restlichen Aktionäre zwingen, ihm ihre Stimmrechte zu übertragen.


Möglich macht einen solchen "Squeeze-out" § 327a des Aktiengesetzes. Er regelt, dass ein Hauptaktionär die Übertragung der Anteile von allen verbliebenen Minderheitsaktionären beschließen kann. Voraussetzung dafür ist, dass ihm bereits mindestens 95 Prozent der Unternehmens-Aktien gehören. Außerdem muss er die hinausgedrängten Anteilseigner mit der "Gewährung einer angemessenen Barabfindung" entschädigen, wie es im Gesetzestext heißt.

Welche Abfindung im Einzelfall aber angemessen ist, sorgt immer wieder für Streit. Häufig fordern die Kleinaktionäre vor Gericht mehr Geld oder klagen gleich gegen den ganzen Squeeze-out an sich. Das musste auch Leica-Eigner Kaufmann bereits erfahren: 2008 scheiterte sein erster Versuch für einen Squeeze-out beim hessischen Kamerahersteller vor dem Landgericht Frankfurt.

(dapd )


 


 

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