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Straße überschwemmt

Starkregen sorgte in Oldenburg wieder für Verkehrsbehinderungen

Starker Regen sorgte in Oldenburg und in anderen Teilen der Weser-Ems-Region am Sonntag für schwierige Verkehrsverhältnisse. In Oldenburg war die Kanalistation den Wassermassen nicht gewachsen: dort wurde eine Straße überschwemmt. Auch das Dach eines Einkaufszentrums wurde von der Feuerwehr kontrolliert.

Nicht schlecht staunten Verkehrsteilnehmer am Sonntagmittag, als sie von der viel befahrenen Nadorster Straße in die Alexanderstraße abbiegen wollte. Sie standen mit ihren Fahrzeugen unverhofft vor einem großen Wassersee. Nicht jeder Verkehrsteilnehmer wollte die Durchfahrt durch das vermeintlich verhängnisvolle Nass wagen, sodass sich der nachfolgende Verkehr auf der Alexanderstraße in Richtung Innenstadt staute. 

Polizei sperrt Alexanderstraße

Die Polizei sperrte in der Folge den betreffenden Straßenabschnitt, rasch in Gummistiefeln herbeigeeilte Kinder begannen die überschwemmte Straße kurz darauf als Wasserspielplatz zu entdecken. Verkehrsteilnehmer die sich vereinzelt dennoch bis zum großen Wassersee verirrt hatten,wagten vereinzelt die Durchfahrt. Insbesondere für Fahrzeugführer von geländegängigen SUV-Fahrzeugen bot sich im Alltag eine der wenigen Gelegenheiten, einmal die Qualitäten ihrer Fahrzeuge auszuspielen. Eine solche Durchfahrt konnte ein business-on.de-Reporter festhalten (Bild oben). Die Oldenburger Verkehr- und Wasser (VWG) GmbH musste den Busverkehr auf dem betreffenden Streckenabschnitt einstellen und Busse mehrere Stunden lang umleiten. 

Gegen 15:00 Uhr am Sonntag hatte der Regen so weit nachgelassen, das die überlasteten Kanäle wieder genug Regenwasser aufnehmen konnten und die Alexanderstraße schließlich wieder befahren werden konnte. Die Polizei hob die Absperrmaßnahmen daraufhin wieder auf.

Alexanderstraße: OOWV sprach 2010 von Jahrhundertregen

Der betreffende Straßenabschnitt sorgte bereits im August 2011 für Wirbel. Der für die Kanalanlage zuständige Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband OOWV sprach damals von einem Jahrhundertregen und kündigte entsprechende bauliche Veränderungen an, um die Situation zu entschärfen. Schon damals hieß es, dass sich vergleichbare Regenereignisse in den letzten jahren häuften. Der OOWV verwies jedoch darauf, dass es nicht wirtschaftlich und für den Bürger auch nicht bezahlbar sei, das Kanalnetz auf den schlimmsten anzunehmenden Regen auszulegen.

Im vergangenen Jahr hatte es pro Quadratmeter eine Niederschlagsmenge von 50 Litern pro Quadratmeter gegeben, die Alexanderstraße ist aber nur für Mengen um die Hälfte ausgelegt. Ein neuer Mischwasserkanal am nahe gelegenen Pferdemarkt war damals vom OOWV angekündigt worden. Dieser sollte im Kanalnetz das Nadelöhr Alexanderstraße weiter entspannen. Unweit des Sees aus Regenwasser waren am Sonntag tatsächlich zahlreiche Baufahrzeuge und Bagger abgestellt. Die Bauarbeiten hierfür sind derzeit noch in vollem Gange.

Feuerwehr kontrolliert Dach bei Famila-Einkaufszentrum

Laut einem Bericht der in Oldenburg erscheinenden "Nordwest-Zeitung" hat die Feuerwehr während der Regenphase auch noch einmal die Stelle auf dem Dach des Oldenburger Famila Einkaufsland im Stadtteil Wechloy in Augenschein genommen. Dort hatte aufgrund einer großen Ansammlung von Regenwasser am Freitag das Dach nachgegeben (business-on.de berichtete). Die Feuerwehr pumpte das Wasser, welches sich in einem Trichter angesammelt hatte, mit einer Tauchpumpe ab. Verletzt wurde dort niemand. Das Einkaufszentrum war nach einer Räumung am Samstag wieder regulär für die Kundschaft geöffnet.

(Red. / oy)


 


 

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