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Nach tödlichen Schüssen in Stolzenau

Polizei fahndet öffentlich nach Ali Barakat - Setzt sich der 35-Jährige ins Ausland ab?

Am Montagnachmittag, den 5. Dezember 2011, ist es in Stolzenau (Landkreis Nienburg) zu einem Tötungsdelikt auf offener Straße gekommen. Vor dem dortigen Jugendamt in der Straße "Allee" hatte ein 35-jähriger Mann seine minderjährige Tochter erschossen. Nach einer bislang erfolglos verlaufenen Fahndung, geht die Polizei nun mit Fotos des dringend tatverdächtigen Gesuchten an die Öffentlichkeit.

Um 15:46 Uhr war der Notruf bei der Nienburger Polizei eingegangen. Zuvor hatte im Gebäude des Jugendamtes Stolzenau ein 13 Jahre altes Mädchen ein Versöhnungsgespräch mit ihrem 35-jährigen Vater gehabt, welches allerdings erfolglos verlief. Die 13-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Obhut des Jugendamtes. Nach Ende des Gespräches gab der Iraker kurdischer Abstammung mit einer mitgeführten Waffe mehrere tödliche Schüsse auf das Mädchen ab und flüchtete vom Tatort.

Mehrfamilienhaus in Minden durchsucht

Die Staatsanwaltschaft Verden ordnete eine Obduktion des toten Mädchens durch die Rechtsmedizin Hamburg an, eine Mordkommission übernahm bei der Polizei in Nienburg die Ermittlungen. Am Dienstagvormittag (6.12.) war dann das mutmaßliche Fluchtfahrzeug des Täters im 32 km entfernten Minden von der Polizei aufgespürt worden. Für die Mordkommission ergaben sich laut einer Mitteilung hierdurch neue Ermittlungsansätze.

In einem Mehrfamilienwohnhaus hatte wenig später ein Personensuchhund angeschlagen und so die Annahme gestützt, dass sich der 35-Jährige in dem Objekt aufhalten könnte. Durch die Staatsanwaltschaft Verden wurden in der Folge erfolgreich Durchsuchungsbeschlüsse für alle Wohnungen in dem betreffenden Mehrparteienhaus beantragt.

Spezialeinsatzkommandos der Polizeien Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchsuchten daraufhin in einer gemeinsamen Aktion am Mittwoch (7.12.) in der Zeit von 14:45 bis 15:30 Uhr alle Wohnungen in dem betreffenden Mehrfamilienhaus. Entgegen der Erwartungen konnte der Gesuchte vor Ort nicht angetroffen und festgenommen werden.Inzwischen fahndet die Polizei öffentlich nach dem flüchtigen Ali Barakat. Bei der Polizei in Nienburg schließt man nicht aus, dass Barakat möglicherweise vor hat, sich ins Ausland abzusetzen.

Barakat ist 175 cm groß

Der Gesuchte ist laut Polizei ca. 175cm groß, ca. 90 kg schwer und von kräftiger Statur. Er hat demnach kurzes schwarzes Haar mit deutlichen Geheimratsecken sowie kräftige Augenbrauen. Bis zur Tat trug Ali Barakat einen ebenfalls kräftigen Oberlippenbart. Diesen hat er womöglich inzwischen abrasiert. Der Gesuchte wirkt laut Polizei inzwischen älter als auf den Fahndungsfotos und war zur Tatzeit u.a. mit einer dunklen Jacke und einer Wollmütze bekleidet. Ali Barakat spricht demnach gebrochen deutsch sowie fließend arabisch und kurdisch.

Hinweise zum Aufenthalt des Gesuchten nimmt jede Polizeidienststelle oder die Mordkommission der Polizei Nienburg unter der Rufnummer 05021/9778555 rund um die Uhr entgegen.

(FN)


 


 

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