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Altersarmut

SPD und Grüne befürworten Zuschussrente

Die vom Bundesarbeitsministerium verbreiteten Zahlen über eine künftig stark anwachsende Altersarmut unterstreichen nach Einschätzung von SPD und Grünen die Untauglichkeit der von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplanten Zuschussrente für Niedrigverdiener.

"Wegen der hohen Zugangshürden wird kaum jemand die Zuschussrente bekommen. Außerdem schafft sie neue Ungerechtigkeiten, weil viele Leute, die lange Vollzeit gearbeitet haben, am Ende auch nicht mehr Rente bekommen", sagte SPD-Fraktionsvize Elke Ferner der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Eine in der SPD diskutierte Alternative sei die Beibehaltung des jetzigen Rentenniveaus, was aber auch eine schnellere Anhebung der Rentenbeiträge als ursprünglich geplant zu Folge hätte, räumte Ferner ein.

Die Grünen setzen der Zuschussrente eine steuerfinanzierte "Garantierente" entgegen. Wie ihr Rentenexperte Wolfgang Strengmann-Kuhn gegenüber dem Blatt erklärte, soll diese Rente ab einer Beitragszeit von 30 Jahren fällig werden und über dem Grundsicherungsniveau liegen. "Von der Leyen will nichts anderes als eine neue Sozialhilfe für Rentner, denn ihre Zuschussrente folgt dem Bedürftigkeitsprinzip", kritisierte Strengmann-Kuhn. "Dagegen würde die Grantierente automatisch kommen".

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Harald Joerke
03.09.12 16:07 Uhr
Altersarmut

Es ist leider so, dass die passive Haltung der Grünen und der Roten es erst dazu kommen liess, dass angesichts ingedirekt staatlich geförderten Lohndumpings, Schmusekurs-Lohnerhöhungen und minimalen HARTZ-IV-Sätzen, nach wie vor grassierender Schwarzarbeit hier mittlerweile Verhältnisse herrschen, wir auf dem Balkan. Falls ein Arbeitgeber Lohndumuing betriebt und dabei erwischt wird, hat selten der arme Teufel etwas davon, der beschissen wurde! Die Gewerkschaften müssen sich vorhalten lassen, dass sie in 2011 bis zu 1,3 Milliarden Überstunden geschluckt haben. Dazu kommt, dass die demographische Bevölkerungsentwicklung in Deutschland genau die Züge annimmt, wie sie von Herrn Herr Dr. Sarrazin so treffend beschrieben wurden.

Die "Inventur" fährt auf der Straße (weil hier fast nur noch für den Export produziert wird) ; die Spritpreise steigen ins unermessliche, das Leben ist ganz schön teuer geworden in Deutschland.

Die Generation ab Jahrgang 1945 sieht (zu Recht) die Felle davon schwimmen, an der "privaten Vorsorge" haben nur die Versiche-rungsgesllschaften fett verdient. Die armen Narren, die anderen Leuten ihr gutes Geld (an "Anlagespezialisten" gegeben haben um es zu vermehren , laufen teilweise heute noch ihrem Eigentum hinterher. Ich lobe mir da das Beispiel Islands.

Wie wäre es denn mal mit der Wahrheit? Es sieht doch so aus, als ob man in Deutschland überhaupt kein Interesse daran hat, dass die Menschen "alt" werden (In der Ansicht vieler taugen sie ohnehin nur als Melkmaschine für den Konsumterror und Pflegezentren); sie sind einfach zu "teuer" gemacht worden für die Angehörigen; und wenn sie nicht früh genug sterben, kann die sog. "Erbschwemme" - auf die alle so sehnlich warten - nicht ausgelöst werden.

Armes Deustchland - wer solche Politiker hat, braucht keine Feinde mehr!

 

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