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Carl von Ossietzky Universität

Professorin Anabella Weismann mit prominentem Handschlag verabschiedet

Im Juli 2011 gab die Sozialwissenschaftlerin Prof. Anabella Weismann ihre Abschiedsvorlesung an der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität. Titel: "Scheiden leider – (zu) selten heiter. Klang- und Sangfigurationen des Abschiednehmens“. Am vergangenen Montag nahm Weismann noch einmal Abschied. Diesmal mit prominentem Handschlag.

Bei Weismanns Abschiedsvorlesung im Juli stand humorvoll die Frage im Mittelpunkt, ob es einen eigenen Liedtypus für den Übergangsritus aus dem Berufsleben in den Ruhestand gibt oder gar Abschiedslieder für das universitäre Emeritierungsritual. Dieser Frage wurde bei der Abschiedsvorlesung laut Beschreibung "in essayistischer Form und mit einigen Klangbeispielen anhand eines umfangreichen Materials an Abschiedsliedern (Chorliteratur, Studentenlieder, Lieder der Jugendbewegung, Volkslieder und Schlager) erörtert." Dazu gab es Mozarts Klarinettenquintett A-Dur (K 581)

Weismann zitierte Marienthal-Studie

Am vergangenen Montag, den 14. November 2011, verabschiedete sich Weismann vor ca. 400 Gästen im Rahmen der Lesung des Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff  ("Ganz unten", "Herr Esser" bei der "Bild") noch einmal.

In ihrer Ansprache ging sie darauf ein, dass es Paralleln zwischen Wallraffs Methodem und den Sozialwissenschaften gebe. Auch in der Wissenschaft werde versucht, die Wirklichkeit zu enthüllen. Als prominentes Beispiel nannte Weismann dabei die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal aus dem Jahr 1933. Hierbei  zeigte sich, dass Arbeitslosigkeit nicht zur Revolte, sondern zur Resignation führt. Die Studie gilt als der Klassiker der empirischen Sozialforschung.

Parallelen zwischen Journalismus und Wissenschaft

Zahlreiche Studierende schlügen darüber hinaus eine Karriere im Journalismus ein, so die Wissenschaftlerin weiter.

Weismann ging weiter auf das Bemühen um Wahrhaftigkeit ein, welches Wallraff mit seinen Methoden verkörpere. Nicht zuletzt freute sich die Professorin darüber, dass Wallraff sich bereit erklärt hatte nach Oldenburg zu kommen. In den 1980er Jahren war Wallraff nach ihren Worten schon einmal bei einer ihrer Veranstaltungen an der Universität Amsterdam aufgetreten.

Nachdem Weismann mit ihrer Rede durch war, ließ sich daher auch Wallraff nicht lange bitten. Bevor er mit seiner Lesung loslegte, verabschiedete er die Wissenschaftlerin mit einem herzlichen Handschlag.

(Red. / oy)


 


 

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