Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Fachwissen plus IT & TK
Weitere Artikel
Grundregeln beachten

Beim Online-Shopping hilft "gesundes Misstrauen"

Einkaufen bequem vom Sessel aus: Um dem Gedränge in den Fußgängerzonen zu entgehen, nutzen immer mehr Verbraucher World Wide Web für die Weihnachtseinkäufe. Doch raten Experten beim Online-Shopping zu einem "gesunden Misstrauen". Immerhin registrierte die polizeiliche Kriminalstatistik allein im Jahr 2010 mehr als 100.000 Fälle von Waren- und Warenkreditbetrug mittels Internet.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) warnte am Dienstag vor "schwarzen Schafen" der Branche. "Onlinekäufer sollten grundsätzlich genau abwägen, wo sie welche Daten preisgeben und lieber einmal genauer hinschauen, damit der Einkauf mit einem schönen Geschenk anstatt einer bösen Überraschung endet", sagte bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Die Internetplattform Ebay rät deshalb Internet-Shoppern zur Einhaltung einiger grundsätzlicher Regeln. Das fängt bei der Wahl sicherer Passwörter an. Sie sollten mindestens eine Länge von acht Zeichen haben und am besten eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sein. Auf Naheliegendes wie den Namen des Kindes oder des Ehepartners sollte man tunlichst verzichten. Außerdem wird empfohlen - auch wenn es mühsam ist -, für unterschiedliche Internet-Anwendungen verschiedene Passwörter zu wählen.

Gütesiegel können helfen

Vor dem Kauf sollte sich der Kunde außerdem so gut wie möglich über die Seriosität des Anbieters informieren. Helfen können dabei anerkannte Gütesiegel etwa des TÜV Süd oder des EHI Retail Institute, aber auch Bewertungsprofile, wie sie bei vielen Online-Marktplätzen üblich sind.

Bei der eigentlichen Bestellung sollten die Anbieter eine verschlüsselte Übertragung persönlicher Daten ermöglichen. Erkennbar ist das für den Kunden in der Regel an dem Kürzel "https://" in der Adresszeile des Browsers und weiteren Hinweisen wie einem kleinen Schloss-Symbol. Wichtig sei es außerdem vor dem Klick auf den Bestell-Button, die Artikelbeschreibung sowie Versand- und Lieferbedingungen genau zu prüfen.

Auf Nummer sicher gehen sollte der Online-Kunde aber auch bei der Wahl der Zahlungsmethode. Als sicher gelten den Ebay-Experten die Zahlung per Rechnung, Bankeinzug oder Kreditkarte. Auch mit der Nutzung eines Online-Zahlungservices wie PayPal werde ein hohes Maß an Verlässlichkeit gewährleistet. Keine geeigneten Zahlungsmethoden seien dagegen sogenannte Bargeld-Transferservices. Außerdem sollte der Internet-Shopper auf seine Widerrufs- und Rückgaberechte bei gewerblichen Anbietern achten.

EU-Kommission plant Schlichtungsstellen

Selbst wer dies alles getreulich beachtet, kann dennoch Probleme bekommen, wenn nämlich der Verkäufer irgendwo im Ausland sitzt. Um Verbrauchern bei Reklamation oder Garantiestreit über Grenzen hinweg den oft teuren und langwierigen Gang vor Gericht zu ersparen, will die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten nun darauf verpflichten, ein Netz von Schlichtungstellen einzurichten. Dort sollen Verbraucher mit all ihren in- oder ausländischen Vertragsstreitigkeiten einen Ansprechpartner finden.

Idee dieses Gesetzes, dem die Mitgliedsländer und das Europaparlament noch zustimmen müssen, ist es, die Gerichte zu entlasten und Einkaufen über Landesgrenzen hinweg attraktiver zu machen. Und dafür, so EU-Verbraucherkommissar John Dalli, müssen Verbraucher "wissen, dass es effektive Hilfe gibt".

Hilfreiche Tipps zum sichern Online-Einkauf finden Sie unter diesem Link

(dapd )


 


 

Verbrauchern
Einkauf
Anbieter
Bestell-Button
SchlichtungsstellenSelbst
Ebay-Experten
Gütesiegel
EU-Kommission

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Verbrauchern" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: