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Apples Vorsprung schmilzt

iPad-Vorstellung wohl ohne Wow-Effekt

Das größte Technik-Spektakel der Cebit-Zeit dürfte in diesem Jahr weit weg von Hannover spielen: in San Francisco. Für Mittwoch lädt Apple dorthin, traditionell geheimnistuerisch verrät der Computerkonzern aber nicht, was es zu sehen geben wird. "Wir haben etwas, das Sie wirklich sehen sollten. Und berühren.", heißt es auf der Einladung lediglich vor dem Hintergrund eines iPad-Bildschirms. Alles deutet also auf einen neuen Tablet-Rechner hin.

Von Stephan Radomsky

Fast genau ein Jahr nachdem Gründer -Legende Steve Jobs bei einem seiner letzten großen Auftritte das iPad 2 vorgestellt hatte, beherrscht Apple weiterhin unangefochten den Markt für die Computer mit den berührungsempfindlichen Bildschirmen. 2010 waren dem IT-Marktforscher Gartner zufolge von weltweit 17,6 Millionen verkauften Tablets knapp 14,7 Millionen iPads. Das bedeutet, dass etwa vier von fünf abgesetzten Geräten dieser Klasse von Apple kamen. Die Zahlen für 2011 liegen zwar noch nicht vor, das Bild dürfte aber ähnlich eindeutig werden.
LTE, HD und Quadcore haben andere schon

Doch der Vorsprung des Konzerns aus dem kalifornischen Cupertino schmilzt, vor allem technisch. Apple gibt nicht mehr allein den Takt in Sachen Innovation vor, viel mehr müssen die neuen Geräte erfüllen, was sich die Nutzer wünschen - und von anderen Herstellern bereits kennen.

So stellte etwa der taiwanische Hersteller Asus in der vergangenen Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein Tablet Transformer Pad Infinity vor. Mit an Bord: ein hochauflösender Bildschirm und der neue Hochgeschwindigkeits-Mobilfunk LTE. Mit beidem wird zwar gerüchteweise auch die dritte iPad-Generation ausgestattet sein - visionär wäre das Gerät damit aber längst nicht.

Auch der unbestätigten Meldungen zufolge verbaute Vier-Kern-Prozessor wäre nicht bahnbrechend. Einen so ausgestatteten Rechenkern spendiert der chinesische Anbieter Huawei sogar seinem neuen Top-Handy Ascend.

Microsoft drängt auf den Tablet-Markt

Auch bei der Software macht die Konkurrenz Druck. So ist inzwischen die Android-Plattform von Google das meistverkaufte Betriebssystem für die technisch eng verwandten Smartphones. Nach Gartner-Daten waren im vierten Quartal 2011 etwas mehr als die Hälfte aller weltweit verkauften Internet-Handys "Androiden", Apples iOS kam auf einen Marktanteil von 23,8 Prozent.

Mit Microsoft kündigt sich zudem ein weiterer mächtiger Konkurrent im Rennen ums Tablet-Geschäft an. Vergangene Woche stellte der Konzern in Barcelona die öffentliche Testversion von Windows 8 vor. Das Betriebssystem ist auf die Bedienung per Berührung ausgelegt und wird erstmals auch auf Chips des britischen Entwicklers ARM laufen - die wegen ihrer Sparsamkeit besonders häufig in Tablets verbaut werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass Windows 8 im Herbst auf den Markt kommen und Apple damit pünktlich zum Weihnachtsgeschäft das Geschäft erschweren könnte.

(dapd )


 


 

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2 Kommentare

von Elija123
05.03.12 19:44 Uhr
Da war wohl ein Apple-Gegner am Werk

Sehr geehrter Autor dieses Beitrages,

Die mit Apple verbundene Innovativität beruhte noch nie auf die Ausstattung ihrer Geräte mit bahnbrechender Hardware. Kritik am Quadcore Prozessor des iPad 3 zu üben macht also keinen Sinn. Es ist vielmehr die Kombination von Design, Haptik und (!) Ökosystem im Softwarebereich. Welcher Hersteller kann schon sich behaupten alle (!) Geräte, sowohl Macs als auch iDevices miteinander verbinden und drahtlos synchronisieren zu können?

Bezüglich der schwindenden Marktanteile im Smartphonebereich: Wenn man davon ausgeht, dass das iPhone das wahrscheinlich teuerste ist, dann sind 23 % Marktanteil ein absolut bombastischer Wert. Anstatt also (mal wieder) rumzumeckern sollten wir einfach mal Danke Apple! sagen und zufrieden mit dem sein, was unser aller Leben erleichtert und erfreut. Ich als ehemaliger und 11 Jahre langer Windowsnutzer jedenfalls bin dankbar für die Erlösung von Microsoft!

von Phi
05.03.12 20:12 Uhr

Allein das zu erwartende Retina-Display mit einer Auflösung von 2048x1536 Pixeln wird ein Alleinstellungsmerkmal sein.

 

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