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Anti-Piraterie-Einsatz

US-Marine befreit 13 iranische Seeleute - Image-Erfolg im Arabischen Meer

Ein Boarding-Team des Zerstörers "USS Kidd" hat nach Angaben der US-Marine bereits am vergangenen Donnerstag um 12:30 Uhr im Arabischen Meer iranische Seeleute aus der Hand von Piraten gerettet.

Die "USS Kidd" begleitet derzeit den Flugzeugträger "USS John C. Stennis", der sich im Bereich der strategisch wichtigen Straße von Hormus positioniert hat. Der Iran hatte angekündigt, bei einer Ausweitung westlicher Embargos auf den Ölexport mit einer Blockade des Schifffahrts-Nadelöhrs reagieren zu wollen. Dem Land wird immer wieder vorgeworfen, an einem militärischen Atomprogramm zu arbeiten. Die Straße von Hormus ist wiederum eine wichtige Transitstrecke für Öltanker und daher für die Regierung in Teheran ein gewichtiges politisches Druckmittel gegen westliche Embargos.

An Bord des aufgebrachten Fischereischiffes "Al Molai" fand die US-Marine nach eigenen Angaben 15 Piraterie-Verdächtige und die 13-köpfige Besatzung des Schiffes vor, die sich seit rund eineinhalb Monaten in der Gewalt der Piraten befanden. Die Piraterie-Verdächtigen leisteten nach Angaben eines Sprechers keinen Widerstand. Die "Al Molai" soll demnach als sog. Mutterschiff für Piraterie-Operationen gegen andere Schiffe gedient haben. 

Sprecher: Piraten nutzten Besatzung für ihre Zwecke

"Sie waren Geiseln mit eingeschränktem Zugang zu Essen und Wasser und wir glauben, dass sie dazu gedrängt wurden, den Piraten bei ihren Operationen zu assistieren," so Josh Schminky, ein Ermittler der US-Marine. Die iranischen Seeleute waren in der Folge von Bord gebracht worden.

Anders als die Besatzung des Schiffes wurden die Piraterie-Verdächtigen von Angehörigen des bewaffneten Boarding-Teams bis zum nächsten Morgen auf der "Al Molai" festgehalten, bis ein sicherer Transfer zum Flugzeugträger USS John C. Stennis möglich war. Sie befinden sich aktuell noch auf dem Flugzeugträger. Der Iran reagierte derweil laut Medienberichten verhalten auf das Bekanntwerden des amerikanischen Image-Erfolgs im Arabischen Meer. In Teheran ist man sich offenkundig noch unschlüssig, ob es sich um eine gezielte Propagandaaktion handelt oder ob die US-Streitkräften nur durch einen glücklichen Zufall zum Zuge kamen und so ihre erfolgreich verlaufene Militäroperation durchführen konnten. Dort verwies man am Freitag lediglich darauf, dass der Iran den Vorfall noch nicht bestätigt habe.

Aktualisiert: 7.1.2012

(Red. / oy)


 


 

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