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Kaufmann im Arztkittel

Je ärmer, desto kränker: Die AOK-Studie über den Anstieg privat bezahlter Zusatzleistungen beim Arzt scheint diesen Zusammenhang auf paradoxe Weise zu bestätigen. Gutverdienern mit mehr als 4.000 Euro netto im Monat werden die Extraleistungen doppelt so häufig angeboten wie Patienten, die weniger als 1.000 Euro zur Verfügung haben.

Erste Erklärungsmöglichkeit: Gutverdiener sorgen sich tatsächlich mehr um ihre Gesundheit. Die zweite: Kaufmännisch denkende Ärzte haben die betuchteren Kassenpatienten als lukrative Zielgruppe entdeckt. Gewiss wäre es falsch, nun den Äskulapstab über sämtliche Zusatzangebote zu brechen. Denn es gibt tatsächlich sinnvolle oder zumindest für den Patienten komfortablere Leistungen, die von den Kassen nicht gezahlt werden - Eltern von Kindern mit Zahnspangen wissen ein Lied davon zu singen. Doch wenn selbst die Kassenärztliche Bundesvereinigung angibt, viele Ärzte benötigten Privat- und Zusatzabrechnungen, um ihre Praxen zu finanzieren, dann sollten Patienten hellhörig werden. Im Zweifel gilt: Einmal mehr nachfragen. Nicht nur bei Arzt oder Apotheker, sondern auch bei der Krankenkasse.

(Redaktion)


 


 

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