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BARD-Projekt "Veja Mate"

Auch Offshore-Windparks macht die Kreditklemme zu schaffen

Die Transpower Stromübertragungs GmbH kann mit der Ausschreibung für den Netzanschluss des Offshore-Windparks "Veja Mate", 90 km nordwestlich von Borkum, beginnen. Die Bundesnetzagentur bestätigte jetzt, dass die Firma BARD Engineering GmbH für "Veja Mate" die Kriterien erfüllt, die dem Übertragungsnetzbetreiber, in diesem Fall Transpower, die notwendige Sicherheit gibt, die Planungen für den Netzanschluss voranzubringen. Laut Energiewirtschaftsgesetz sind die Netzbetreiber verpflichtet, die Netzanbindung der Offshore-Anlagen sicherzustellen. Die Wirtschaftskrise machte die Finanzierung schwierig.

"Mit dieser Entscheidung hat die Bundesnetzagentur den Weg für die Errichtung eines weiteren Offshore-Windparks vor der niedersächsischen Küste freigemacht", so Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP). Dieser Erfolg sei auch durch Vermittlungen des niedersächsischen Umweltministeriums ermöglicht worden, so der Minister weiter. "Veja Mate" ist das zweite Offshore-Projekt der BARD-Gruppe

Windparks: Krise verschärft Bedingungen

Für die Ausschreibung des Netzanschlusses bei Offshore-Projekten wird seit Beginn der Finanzkrise zusätzlich auch die Erfüllung des Kriteriums "Finanzierungszusage" geprüft. Planer von Offshore-Windparks befinden sich damit in einem Teufelskreis: gibt es keine Zusage für einen rechtzeitigen Netzanschluss, werden notwendige Kredite nicht gewährt. Steht aber die Finanzierung nicht, tun sich die Netzbetreiber schwer, mit den Planungen für die Anbindung zu beginnen.

"Das Beispiel Veja Mate zeigt, wie schwierig die Bereitstellung von Netzanschlüssen im Bereich der Offshore-Windenergie derzeit sein kann." (Niedersachsens Umweltminister Hans-heinrich Sander)

Sander fordert ausgewogene Kriterien

"Das Beispiel Veja Mate zeigt, wie schwierig die Bereitstellung von Netzanschlüssen im Bereich der Offshore-Windenergie derzeit sein kann. Ausgewogene Kriterien für die Entscheidung über neue Netzanschlüsse müssen entwickelt werden. Diese müssen den Ausbau der Offshore-Windenergie befördern und dürfen ihn nicht weiter behindern", so Sander. Er forderte darüber hinaus, dass die Entscheidungen der Bundesnetzagentur auch zukünftig die Umstände des Einzelfalls berücksichtigen.

Kabeltrassen können in Kürze realisiert werden

Die erste Kabeltrasse zur Verlegung der Hochspannungsseekabel für bis zu 3.500 MW über Norderney wurde planungsrechtlich gesichert. Inzwischen werden über diese Trasse die Kabel für "Alpha Ventus" und "BARD Offshore1" von Transpower (ehemals E.ON Netz) geführt. Eine weitere Stromtrasse befindet sich in Vorbereitung und wird nach voller Auslastung der Norderney-Trasse rechtzeitig zur Verfügung stehen, hieß es am Mittwoch aus dem Umweltministerium in Hannover. Bereits heute werden an den Offshore-Standorten Emden und Cuxhaven mit Hochdruck Teile für das erste kommerzielle Offshore-Windkraftwerk in Deutschland, "BARD Offshore 1" produziert. Weitere Ansiedlungen an diesen Standorten für die Offshore-Projekte ab 2011 sind in der konkreten Planung. Schätzungen zufolge werden in den kommenden Jahren bis zu 100 Mrd. Euro in den Ausbau der Offshore-Windenergie investiert und 30.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Vor allem die niedersächsischen Standorte können davon profitieren, freut man sich im Niedersächsischen Umweltministerium.

(Redaktion)


 


 

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