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  • 29.08.2012, 00:24 Uhr
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  • Borkum/Eemshaven (NL)
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Auch Vorteile für Borkum

Eisenbahnstrecke Groningen-Eemshaven wird gebaut

Die niederländische Ministerin für Infrastruktur und Umwelt, Melanie Schultz van Haegen, hat am Montag in Groningen eine abschließende Finanzierungszusage für die Streckenverlängerung der Eisenbahnlinie Groningen-Roodeschool bis in den Eemshaven gegeben.

Konkret zugesagt wurde eine erhöhte Projektförderung von 7,5 Mio. Euro, die eine noch verbliebene Finanzierungslücke schließt. Bislang hatte Den Haag bereits 4,6 Mio. Euro für das Projekt bereitgestellt. Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf 17,5 Mio Euro.

Neben einer verbesserten Erschließung für den Güterverkehr bis Eemshaven sollen durch das Projekt auch die Bahnübergänge auf der Strecke beschrankt und vom Stellwerk Groningen bedienbare automatische Weichen verbaut werden. Es ist vorgesehen, den bisherigen Kopfbahnhof Roodeschool durch einen für Bahnreisende besser erreichbaren Neubau zu ersetzen und Personen- vom Güterverkehr zu entflechten. Darüber hinaus soll von dort ein Personenverkehr zum Borkumlijn-Terminal eingerichtet werden. Dort besteht auch ein direkter Schiffsanschluss zur Insel Borkum.

Politiker sehen Vorteile durch neue Bahnanbindung

Von deutscher Seite haben die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Borkum GmbH, der Inselverein Borkum, der Landkreis Leer und das Land Niedersachsen einen Beitrag von zusammen rund 450.000 Euro zur Kofinanzierung in Aussicht gestellt. Die zur AG Ems-Gruppe aus Emden gehörende Borkumlijn will eine Mitfinanzierung über die Hafengesellschaft in Eemshaven übernehmen, indem sie die Bahnsteig- und Gleisanlagen am Terminal finanziert.

Der für Borkum verantwortliche Landrat Bernhard Bramlage sagte am Montag, dass der Landkreis Leer durch das Verkehrsprojekt eine Steigerung der Besucherzahlen, insbesondere durch niederländische Touristen, erwartet.

Auch Borkums Bürgermeister Georg Lübben sieht Vorteile durch eine bessere Erreichbarkeit der Insel mit der Bahn - und das sowohl für Insulaner wie auch Urlauber. Groningen sei schließlich attraktive Einkaufsstadt und attraktives Einzugsgebiet zugleich. Auch Borkums Partnergemeinde auf dem niederländischen Festland, Eemsmond, sei besser erreichbar.

Infrastrukturgesellschaft ProRail schreibt aus

Die neue Strecke wird von der nationalen niederländischen Infrastrukturgesellschaft ProRail geplant, ausgeschrieben und später auch als Infrastrukturgesellschaft betrieben werden. Als Eisenbahnverkehrsunternehmen soll das Unternehmen Arriva die tägliche Verkehrsbedienung übernehmen. Arriva gehört mittlerweile zum deutschen DB-Konzern. Aufgabenträger und Besteller ist die Provinz Groningen. In Betrieb gehen soll die neue Strecke im Frühjahr 2015.

(Redaktion)


 


 

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