Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Finanzen
Weitere Artikel
EnBW

Aufsichtsrat beschließt Wiederbestellung von Bernhard Beck und Hans-Josef Zimmer

Der Aufsichtsrat der EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat im Rahmen seiner ordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 8. Dezember 2011 die Wiederbestellung von Bernhard Beck als ordentliches Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 für weitere fünf Jahre beschlossen. Beck ist als Arbeitsdirektor und Personalvorstand tätig.

Zudem hat der Aufsichtsrat Hans-Josef Zimmer mit Wirkung zum 1. Januar 2012 für fünf Jahre erneut als ordentliches Mitglied des Vorstands bestellt. Zimmer war bereits von 2007 bis 2010 Technikvorstand der EnBW und legte 2010 sein Vorstandsmandat freiwillig nieder, um damit eine vorbehaltlose Prüfung von zwischen der EnBW und russischen Geschäftspartnern vertraglich vereinbarten Leistungen zu ermöglichen. Die Prüfung und Bewertung dieser Sachverhalte ist lau EnBW inzwischen abgeschlossen.

Suche nach neuem Vorstandsvorsitzenden

Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis hatte vor wenigen Tagen angekündigt, nach Auslaufen seines Dienstvertrags für eine Wiederbestellung als Vorstandsvorsitzender Ende September 2012 nicht mehr zur Verfügung zu stehen (business-on.de berichtete). Hinsichtlich der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden beschloss der Aufsichtsrat, in ein externes Auswahlverfahren einzutreten.

Der Aufsichtsrat hat ferner die Budget- und Mittelfristplanung des Unternehmens für die Jahre 2012-2014 einstimmig verabschiedet. In diesem Zusammenhang begrüßt er die Bereitschaft der Landesregierung, eine Kapitalerhöhung der EnBW im Landtag von Baden- Württemberg vorzuschlagen und zu unterstützen. Diese Kapitalstärkung durch das Land und der kommunal beherrschten Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) belegt die Bereitschaft beider Gesellschafter , die Weiterentwicklung der EnBW tatkräftig zu unterstützen.

Zwist mit EWE

Im Rahmen der Befassung mit der Mittelfristplanung hat der Aufsichtsrat auch noch einmal mit dem Gasgeschäft befasst. Hier gibt es aufgrund einer Kaufoption, die der Oldenburger Energieversorger EWE als Kaufverpflichtung ansieht, Konfliktstoff. Hintergrund ist hier der von EWE angeführte Kontrollwechsel bei EnBW. EnBW hält wiederum 25 Prozent an den Oldenburgern und hatte sich für den Fall eines Kontrollwechsels vertraglich zum Verkauf seiner EWE-Anteile und zum Kauf der Anteile an der VNG Verbundgas bereit erklärt. Diese hält EWE, konnte sich dort allerdings bislang keine Mehrheit sichern. Das VNG-Tochterunternehmen Ontras kontrolliert in Ostdeutschland ein flächendeckendes Ferngasnetz.

Bei EnBW bekundete man bei der Aufsichtsratssitzung vage "ein grundsätzliches Interesse an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der VNG und deren Gesellschafter", also EWE. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen hierfür wolle man allerdings "ohne Zeitdruck neu bewerten".

Bei EWE dürfte man aktuell aber gar kein Interesse an einer versöhnlichen Haltung haben. Der Konflikt mit EnBW verdrängt die Affäre um das umstrittene Präventionsprojekt "Sign" aus der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses hatten die Oldenburger über ein Jahrzehnt lang mit hohen Millionensummen ausgestattet. Laut Unterlagen, die den Medien zugespielt worden sind, pauschal. Agentur und Energieversorger streiten noch darum, ob das Projekt vom Energieversorger bis zum Schuljahr 2016/2017 weiter finanziert werden muss.

(Red. / oy)


 


 

EnBW
Aufsichtsrat
Wiederbestellung
Vorstands
Vorstandsvorsitzenden
Hans-Peter Villis
Mitglied
Rahmen
EWE
Energieversorger
Sign

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "EnBW" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: