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Oldenburg

Auktionator machte ausgemusterte Polizeiautos schmackhaft

"Leute, guckt nicht so. Das ist ein Exportfahrzeug. Der ist schon kaputt. Den braucht Ihr nicht mehr kaputt fahren!" So hat Auktionator Günter Poppe am Samstag einige Fahrzeuge angepriesen, die unter den Hammer kamen. Rund 140 Interessierte boten bei bestem Wetter für die insgesamt 35 Fahrzeuge der Versteigerung. Insgesamt wurde ein Erlös von 43.915 Euro erzielt.

"Du brauchst den Arm nicht mehr heben. Das Denken übernehme ich für Dich, ich sehe doch, dass Du den haben willst", animierte Günter Poppe die Bieter der Versteigerung und beherzigte damit dem ersten Gebot eines Auktionators: Eine Versteigerung darf niemals langweilig sein! Deswegen gab es auch unter seiner Regie viel zu lachen. Nach Angaben eines Polizeisprechers entstand dabei der subjektive Eindruck, dass der ein oder andere Bieter vielleicht ein wenig mehr Geld bei der Auktion gelassen hat, als ursprünglich geplant.

"So, nu wisst Ihr auch warum ich Euch die Äpfel geschenkt habe. Die Kiste ist mein Podest, damit ich Euch gleich auch gut sehen kann." (Auktionator Günter Poppe)

Auktionator: Einstieg mit Äpfeln

Bevor es losgehen konnte, verteilte der Auktionator dann erst einmal Gratis-Äpfel aus dem Alten Land. Doch es ging nicht um Wilhelm Tell, wie Poppe bald aufklärte: "So, nu wisst Ihr auch warum ich Euch die Äpfel geschenkt habe. Die Kiste ist mein Podest, damit ich Euch gleich auch gut sehen kann." Der 74-jährige Auktionator versteht sein Geschäft wie kein anderer. Bereits seit 1970 arbeitet der gelernte Landwirt als Auktionator. Das mittlerweile zum Familienbetrieb avancierte Auktionshaus Poppe versteht sich als ehrlicher Mittler zwischen Beschicker und Käufer.

Erlös geht an die Landeskasse

Die Preisspanne reichte bei der Auktion vom VW Passat, Bj. 1992, Laufleistung 215.000 km, der für 100 Euro ersteigert wurde, bis zum Mercedes-Benz, Bj. 2001, Laufleistung 475.000 km, der für 3.300 Euro den Besitzer wechselte. Fleißigster Bieter war am Samstag ein Autohändler aus Delmenhorst, der sechs Fahrzeuge für insgesamt 11.590 Euro ersteigerte. Der Erlös der Auktion fließt in die Landeskasse. Von dem Geld werden neue Fahrzeuge für die Polizei gekauft. Summa summarum haben die Bieter - zumeist professionelle Auto- oder Teilehändler - am Samstag in Oldenburg mindestens einen neuen Streifenwagen  finanziert. Auf eine Begegnung mit dem mäzenhaft gestifteten Gefährt bei einer Verkehrskontrolle werden die meisten aber sicher gerne verzichten wollen.

(Redaktion)


 


 

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