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Medienbericht

Ergo soll Ausländern Autoversicherungen verweigert haben

Die Ergo-Versicherung soll einem Medienbericht zufolge jahrelang Ausländer bei Autoversicherungen benachteiligt haben. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf eidesstattlicher Versicherungen einstiger Vertreter der Ergo-Tochter D.A.S., potenzielle Kunden aus Ländern wie Italien, Polen oder Russland hätten bis Anfang 2010 als "unerwünschtes Risiko" gegolten. Ein Ergo-Sprecher wies die Vorwürfe auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd am Sonntag zurück.

Der Konzern sei seiner Pflicht nachgekommen, jedem Antragsteller eine gesetzlich Haftpflichtversicherung zu geben, sagte der Sprecher. Bei Anträgen auf eine erweiterte Deckung und auf Kaskoversicherungen habe es eine "individuelle Risikoprüfung" in "sehr vielen Fällen" gegeben, bei Einheimischen ebenso wie bei Ausländern. Dabei sei als einer von vielen Faktoren allerdings auch die Nationalität abgefragt worden, sagte der Sprecher weiter. Aus dem Bestand der Versicherungsverträge gehe aber hervor, dass Ausländer nicht seltener eine Kaskoversicherung hätten als andere Kunden - dies widerspreche klar dem Vorwurf der Diskriminierung.

(dapd )


 


 

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