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Zürcher Privatbank

Julius Bär kauft Ausland-Vermögensverwaltung von Merrill Lynch

Für einen Kaufpreis von bis zu 860 Millionen Franken (716 Millionen Euro) übernimmt die Zürcher Privatbank Julius Bär das Auslands-Vermögensverwaltungsgeschäft von der Bank-of-America-Tochter Merrill Lynch. Hinzu kommen Integrationskosten von voraussichtlich 400 Millionen Franken (333 Millionen Euro) und ein nötiger Aufbau des Eigenkapitals um 300 Millionen Franken (250 Millionen Euro), wie Julius Bär am Montag mitteilte.

Julius-Bär-Chef Boris Collardi bezeichnete den Schritt in einer Telefonkonferenz als Schlüsselereignis in der Geschichte der größten Schweizer Privatbank. Erst vor drei Wochen hat Julius Bär eine Zusammenarbeit mit der Bank of China bekannt gegeben.

Die Übernahme der Merrill-Lynch-Sparte werde das Geschäft in Europa sowie in den wichtigen Wachstumsmärkten in Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten deutlich vergrößern, erklärte Julius-Bär-Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter. Die Zahl der Standorte steigt um 8 auf 50. Überlappungen bestehen an zwölf Standorten, darunter in Genf.

Wieviele der 2.000 Angestellten der Auslands-Vermögensverwaltung von Merrill Lynch zu Julius Bär wechseln können, blieb zunächst unklar. Zur Jahresmitte verwaltete die Merrill-Lynch-Sparte Vermögen von 84 Milliarden Dollar oder umgerechnet 68,5 Milliarden Euro. Davon stammten zwei Drittel aus Wachstumsmärkten. Während die Vermögensverwaltung in Industriestaaten unter Druck ist, erhöht Julius Bär den Anteil des Geschäfts in Wachstumsmärkten laut Collardi von einem Drittel auf gegen 50 Prozent.

(dapd )


 


 

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