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Ampera-Auslieferung verzögert sich

Opel bleibt 2012 offenbar weit hinter eigenen Zielen zurück

Technische und finanzielle Probleme machen dem angeschlagenen Autobauer Opel offenbar zu schaffen. So könnte die Tochter des amerikanischen General-Motors-Konzerns (GM) im kommenden Jahr ihren im Sanierungsplan vorgegebenen operativen Gewinn (Ebit) um rund eine Milliarde Euro verfehlen, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Capital" (Dezemberausgabe).

Zudem verschiebt sich laut Opel die Auslieferung des Elektroautos Ampera auf unbestimmte Zeit, weil das US-Schwestermodell Volt bei einem Crashtest Feuer gefangen hatte.

Dem Magazinbericht zufolge erwartet Opel in einer internen Prognose für 2012 einen Absatz von rund 1,4 Millionen Fahrzeugen. Das wären 100.000 Autos weniger, als im Sanierungsplan festgelegt sind. Bis 2014 werde die Lücke wachsen: Die angepeilten 1,6 Millionen Fahrzeuge würden dann um rund 150.000 Stück verpasst. Laut ursprünglicher Planung sollte das Gewinn -berechnung-kennzahl-_id36954.html'>Ebit dann bei rund 1,5 Milliarden Euro liegen. Werden die Ziele verfehlt, könnte die Begleichung des von GM gewährten Kredits auf der Kippe stehen.

Laut "Capital" verlangen die Amerikaner bis Ende Januar 2012 einen Plan, wie Opel in den kommenden Jahren wieder Gewinn machen soll. Für die Sanierung bleibe Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke dabei wegen fehlender Aussichten auf eine Auslandsexpansion wohl nur ein harter Kostenschnitt, hieß es. Damit verbunden drohten vor allem in der Entwicklung große Einsparungen, was viele als Signal für einen bevorstehenden Stellenabbau werteten. So gingen Kenner des Konzerns davon aus, dass die Opel-Werke in Bochum und im britischen Ellesmere Port mittelfristig gefährdet seien, hieß es.

Ampera-Batterien können beim Crash zum Risiko werden

Zudem wurde am Mittwoch bekannt, dass sich auch die Auslieferung des Elektroautos Ampera auf unbestimmte Zeit verzögert. Weil die geladenen Batterien des Fahrzeugs nach einem Unfall zum Risikofaktor werden könnten, wolle Opel sich das Problem genauer ansehen, teilte das Unternehmen mit. Die Auslieferung der in den USA gebauten Fahrzeuge sei deshalb gebremst worden. In Europa gibt es laut Opel 6.500 Vorbestellungen für den Ampera.

Noch vor knapp einer Woche hatte Stracke in der Mitarbeiterzeitung "Opel Post" als Ziel ausgegeben, bis 2016 eine Milliarde Euro Gewinn bei einer Umsatzrendite von fünf Prozent zu machen und einen europäischen Marktanteil von 8,5 Prozent zu erreichen. Wenige Wochen zuvor hatte sich Opel vom Ziel verabschiedet, im laufenden Jahr Gewinn zu machen.

Für 2012 sagte Stracke bereits eine spürbare Abschwächung des europäischen Markts voraus. "Wir wollen jedoch für Opel/Vauxhall mehr Marktanteile gewinnen und die Verkäufe im Vergleich zu 2011 steigern", betonte er.

(dapd )


 


 

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