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"Bad Bramstedt" & DGzRS helfen

Alter Fischkutter "Gisela" in der Außenweser gesunken

Nach starkem Wassereinbruch ist der ehemaliger Fischkutter "Gisela" am Donnerstagabend in der Außenweser gesunken. Alle Versuche der Seenotretter, das Schiff mit Heimathafen Flensburg leerzupumpen waren zuvor erfolglos geblieben.

Gegen 15:15 Uhr hatten sich die beiden 52 und 62 Jahre alten Männer an Bord des zum Sportboot umgebauten Kutters über den internationalen Sprechfunk-Notkanal 16 bei der DGzRS-Seenotleitstelle Bremen gemeldet.

Havarie beim Leuchtturm Roter Sand

Die Havarie hatte sich in der Nähe des alten Leuchtturms Roter Sand ereignet. Eine Rettungsinsel war nach Angaben der Bundespolizei nicht an Bord des Kutters, die Besatzung war daher lediglich mit Rettungswesten ausgestattet. Die Wassertemperatur der Nordsee betrug zu diesem Zeitpunkt zwei Grad Celsius. Für die Besatzung der "Gisela" bedeutete dies Lebensgefahr.

Die Besatzung des DGzRS-Seenotkreuzer "Vormann Steffens" mit Heimathafen Hooksiel machte sich daraufhin auf den Weg zum Havaristen. Zugleich meldete sich das Bundespolizei-Einsatzschiff "Bad Bramstedt" bei der Zentrale der Seenotretter in Bremen und bot Hilfeleistung beim Einsatz der "Vormann Steffens" an. Die "Bad Bramstedt" mit Heimathafen Cuxhaven befand sich zu diesem Zeitpunkt näher bei der "Gisela". Ein den Bereich zufällig passierender Hubschrauber vom Typ "Wiking" wurde von der Seenotleitstelle ebenfalls in die Rettungsaktion eingebunden. Die Hubschrauberbesatzung begann daraufhin damit, den Havaristen "Gisela" zu umkreisen.

Gegen 15:50 Uhr nahm zunächst das mitgeführte kleinere Beiboot der "Bad Bramstedt" den zehn Meter langen Kutter an den Haken, später das größere Mutterschiff.

Wassereinbruch verstärkte sich unerwartet

Nach dem Eintreffen der "Vorman Steffens" übernahm der DGzRS-Seenotkreuzer den Havaristen bei Windstärken um fünf Beaufort (30 bis 40 km/h Windgeschwindigkeit). Zur Entwässerung des Schiffes wurden daraufhin die an Bord befindlichen leistungsstarken Lenzpumpen eingesetzt. Es gelang zunächst, das Wasser auf dem vollgelaufenen Kutter abzupumpen. Danach sollte die "Gisela" in Richtung Bremerhaven geschleppt werden. Der DGzRS-Seenotkreuzer "Hermann Rudolf Meyer", der dem Schleppverband zu diesem Zeitpunkt entgegenfuhr sollte den Kutter übernehmen.

Nach Angaben der Bundespolizei verstärkte sich aber unerwartet der Wassereinbruch auf dem Havaristen. In der Folge kamen die Pumpen nicht mehr dagegen an. Die "Bad Bramstedt" übernahm daraufhin die zweiköpfige Besatzung der "Gisela" .

Da die "Gisela" voll lief und durch das befürchtete Sinken auch Gefahr für die Besatzung der "Vormann Steffens" bestand, wurde die Schleppverbindung zum Havaristen 18:45 Uhr aus Sicherheitsgründen gekappt. Kurz darauf sank der Kutter zwischen den Tonnen T3 und T5. Die beiden Besatzungsmitglieder des Unglücksschiffs wurden von der "Bad Bramstedt" daraufhin nach Cuxhaven gebracht.

Kurzzeitig war bei dem Einsatz auch das Wasserschutzpolizei-Boot "WSP 5" aus Wilhelmshaven vor Ort. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven hat die Sicherung der Untergangsstelle übernommen.

(Redaktion)


 


 

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