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Bad Laer

Strautmann: „Automatisierung ist die Zukunft der Landtechnik“

Landtechnik-Hersteller setzt auf autonomes Fahren bei Futtermischwagen

Im Bereich Landtechnik ist Strautmann seit Jahrzehnten ein klingender Name. Das familiengeführte Bad Laerer Unternehmen erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes international: Die Fütterungstechnik und die Fahrzeugtechnik stehen dabei gleichwertig im Zentrum der Produktion. Doch die Krise in der Milchwirtschaft hat auch Strautmann massiv zugesetzt: „Unser Umsatz hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich auf jetzt unter 70 Millionen Euro verringert“, beschrieb der kaufmännische Leiter, Martin Osterhues, die Situation jetzt bei einem Besuch von Siegfried Averhage, Wirtschaftsförderer des Landkreises Osnabrück.

Mit rund 300 Mitarbeitern produziert Strautmann in Bad Laer ein umfangreiches Maschinenprogramm mit Futtermischwagen, Universalstreuern oder Fahrzeugen für die Grünfutterbergung. Auch im Bereich Regenerative Energien ist Strautmann als Produzent von Einbringdosiertechnik für Biogasanlagen gut am Markt platziert. Am zweiten Produktionsstandort in Polen fertigen 200 Mitarbeiter neben einzelnen Maschinenkomponenten auch Teile des Maschinenprogramms, wie Kipper oder Greifschaufeln. Die Produktion in Ungarn mit rund 100 Beschäftigten hat sich auf die Blechfertigung sowie die Produktion von Schweißkomponenten spezialisiert.

Der Bad Laerer Landtechnik-Hersteller exportiert in 34 europäische und 11 weitere Staaten: „Strautmann-Produkte werden auf fünf Kontinenten genutzt“, erklärte Osterhues. Das Zukunftsthema der Branche treibt auch die Entwicklungsabteilung in Bad Laer um: „Die Landwirtschaft muss sich immer mehr automatisieren, um langfristig rentabel zu sein“, skizzierte Unternehmenschef Wolfgang Strautmann. So ist der 2014 auf der Messe EuroTier vorgestellte neue selbstfahrende Futtermischwagen „Sherpa“ inzwischen sehr gut nachgefragt: Mit ihren kompakten Abmaßen stellt der „Sherpa“ den Einstieg in die selbstfahrende Futtermischtechnik dar, bei der Entnehmen, Mischen und Füttern in einer Maschine vereint werden.

„Die Landtechnik ist im Osnabrücker Land eine Schwerpunktbranche und zugleich ein Innovationsträger“, betonte auch der Wirtschaftsförderer des Landkreises Osnabrück. Die High-Tech-Agrarwirtschaft sei heute oft der Automobilindustrie technisch um ein Vielfaches voraus: „Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass das Bundesverkehrsministerium in seinem Förderprogramm Autonomes Fahren ausschließlich die Automotive-Branche unterstützt“, sagte Averhage.

(Redaktion)


 


 

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