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Wellensittich "Tobi" sitzt nach Flucht wieder

Am Montagmorgen ist ein Wellensittich auf der Zentralwache im bayerischen Bamberg erschienen (business-on.de berichtete). Durch eine geöffnete Tür war dieser in den Wachraum gehoppelt und hatte sich widerstandslos den Ordnungshütern gestellt. Seit wenigen Tagen sitzt der Piepmatz nun wieder im Heimatkäfig.

Inzwischen ist sicher: bei dem umtriebigen Vogel handelt es sich um Wellensittich "Tobi". Während eines Aufenthalts bei der Oma in Bamberg hatte der Vogel flugs durch das Fenster die Flucht angetreten. Der älteren Dame war der Vogel eigentlich vorübergehend zur Betreuung anvertraut worden, doch den zogs anscheinend lieber zum Frauchen ins heimische Burgebrach statt in fremde Käfigpensionen. 

Mehrtägige Odyssee

Mehrere Tage lang ist Tobi danach auf der Flucht. In freier Wildbahn muss er sich selbst Futter und eine Bleibe für die Nacht organisieren - und sich noch dazu mit Krähen, Amseln und Wildvögeln herumschlagen. Navi: Fehlanzeige. Der Heimatkäfig in Burgebrach unerreichbar. Nach vier Tagen gibt der Wellensittich auf. Vorerst.

Doch statt sich wahllos einem Passanten anzuvertrauen und damit Gefahr zu laufen, Frauchen und seine Heimatgemeinde Burgebrach nie mehr wieder zu sehen, schmiedet der Wellensittich einen "Plan B". Wenig später beobachten die wachhabenden Beamten der Bamberger Polizei, wie "Tobi" durch die geöffnete Tür der Zentralwache hoppelt. Denn das Gebäude mit den seltsamen Autos davor ist auch für einen Vogel aus der Luft leicht erkennbar. Nur ein Problem bleibt: "Tobi" kann den Beamten seine Wohnadresse in Burgebrach nicht mitteilen. Doch der schlaue Wellensittich hat vorgesorgt.

Alle arbeiten für Ausbrecher-"Tobi"

Völlig entspannt lässt sich "Tobi" auf einen Bildschirm in der Wache nieder. Er beginnt mit den Beamten zu flirten, zeigt sich zahm und von seiner Schokoladenseite. "Immer schön freundlich" die Devise. Und tatsächlich: die Herzen der Ordnungshüter schmelzen nur so dahin. Die Presse wird eingeschaltet. Sogar ein gemeinsames Foto mit einer attraktiven Beamtin springt für den charmanten König der Ausbrecher noch raus. Das erhöht die Chancen des kleinen Piepmatzes in die Presse zu kommen erheblich. Der Wellensittich könnte danach noch entspannter auf dem Bildschirm in der Bamberger Wache gesessen haben. Alle arbeiten nun für Ausbrecher-"Tobi".

Bald nach Erscheinen der ersten Medienberichte meldet sich eine Bürgerin aus der Gemeinde Burgebrach. Besser als jedes Alibi: Anhand eines Fotos kann sie beweisen, dass sie "Tobis" Frauchen ist. Da befindet sich der Wellensittich bereits vorübergehend im geschlossenen Vollzug des Tierheims Bamberg. Dennoch kein Blues-Gezwitscher auf der Anlage. Vielleicht weiß "Tobi" zu diesem Zeitpunkt schon, dass Frauchen ihn gleich wieder da rausholen wird. Nach der langen Flucht braucht er schließlich auch mal wieder deftige Kost im Schnabel. Alle fremden Käfigpensionen werden bald Vergangenheit sein. Auch die Ordnungshüter ist er los. Im Heimatkäfig ist´s doch immer noch am Schönsten. 

(Onur Yamac)


 


 

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