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Schlecker-Pleite bremst Deutschland-Geschäft

Die Schlecker-Pleite hat dem Körperpflegekonzern Beiersdorf die Geschäfte im Heimatmarkt verhagelt. Der Umsatz mit Produkten wie Nivea oder 8x4-Deos fiel im ersten Halbjahr im Inland um 2,2 Prozent. Hintergrund: Als die Restbestände der insolventen Drogeriekette Schlecker verramscht wurden, deckten sich viele Kunden kräftig ein, wie Beiersdorf am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Im übrigen Europa belastete die Schuldenkrise den Nivea-Absatz.

Von Claus-Peter Tiemann

Dagegen boomt das Geschäft in Schwellenländern wie Russland oder Brasilien. Weltweit steigerte Beiersdorf so den Umsatz im ersten Halbjahr um 5,5 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Der Nettogewinn des Unternehmens mit Marken wie Nivea, Florena und Eucerin lag wegen deutlich höherer Steuerlasten mit 248 Millionen dagegen um 10 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert, der operative Gewinn stieg aber deutlich.

Die Zahlen zeigten, "dass wir auch unter schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitabel wachsen können", sagte der seit April amtierende Vorstandsvorsitzende Stefan Heidenreich. Er erhöhte die Prognose für den operativen Gewinn leicht. An der Börse stiegen die Aktien des DAX-Wertes daraufhin um mehrt als sieben Prozent.

Nivea: Kampfansage an die Creme- Konkurrenz

Die Anleger reagieren damit auch auf die Pläne von Heidenreich für die Hauptmarke Nivea: neue Verpackungen, mehr Innovationen und eine Kampfansage an die Konkurrenz. Als ersten Schritt lässt Heidenreich nun ein einheitliches Logo auf alle Produkte drucken, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen.

Der neue Chef setzt außerdem anders als die Vorgänger auch im profitablen Hauptmarkt Europa wieder auf Wachstum statt Abbau: 2011 hatte Beiersdorf zahlreiche umsatzschwache Artikel aus dem Angebot genommen. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf Hautpflege und seine führenden Marken. Dabei wurden auch Arbeitsplätze gestrichen.

Auch die Klebstofftochter Tesa steuerte starke Ergebnisse bei: Der Umsatz legte um 6,5 Prozent auf 501 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn stieg um mehr als zehn Prozent auf 63 Millionen Euro.

(dapd )


 


 

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