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Beluga Reederei

Neustart mit 15 Schiffen und wahrscheinlich Umzug nach Hamburg

Die in finanzielle Schieflage geratene Bremer Beluga-Reederei steht vor einem Neustart. Das Unternehmen werde am Montag mit einer kleinen Flotte das Schwerguttransport-Geschäft wieder aufnehmen, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Edgar Grönda aus Bremen. Auch ein Umzug in ein kleineres Gebäude ist vorgesehen.

Von Janet Binder

Grundlage ist demnach eine Vereinbarung zwischen dem US-Finanzinvestor Oaktree und Beluga zur Finanzierung der nächsten Transporte. Oaktree garantiere, dass sowohl offene Rechnungen als auch die anfallenden Schiffsbetriebskosten bezahlt werden. Die Höhe der zur Verfügung gestellten Summe nannte Grönda nicht.

"Es gibt einen Grundstock bestehender Aufträge", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter. Nun müsse geprüft werden, ob diese noch Bestand hätten. Die Basis für den Neustart bilden 15 eigene Schiffe, die zurzeit noch auf Reede oder in Häfen lägen.

Vor dem Insolvenzverfahren hatte die Reederei rund 70 Frachter im Einsatz. Fast alle Eigner von gemieteten Schiffen kündigten aber ihre Verträge angesichts der drohenden Zahlungsunfähigkeit . Wie viele der knapp 600 Mitarbeiter in der Beluga-Gruppe weiter beschäftigt werden können, ließ Grönda offen. Medien hatten berichtet, Beluga werde mit 18 Schiffen und rund 80 Beluga-Mitarbeitern neu beginnen.

"Das Spiel ist nicht zu Ende. [...] Wir nehmen die Situation so, wie sie ist." (Beluga-Insolvenzverwalter Edgar Grönda)

Grundlage für langfristige Lösungen

Grönda kündigte weitere Gespräche mit Banken und anderen Gläubigern an, um eine dauerhafte Perspektive für die Reederei zu finden. "Ein Anfang ist gemacht", sagte Grönda. Er hoffe, das sich der Betrieb verstetigen lasse. Der Neuanfang schaffe Gelegenheit, längerfristige Lösungen zu schaffen. Es gebe positive Signale von Partner-Unternehmen, die darauf warteten, dass die Reederei weitermache. "Das Spiel ist nicht zu Ende", betonte der vorläufige Insolvenzverwalter. Allerdings gebe es auch "negative Signale". "Wir nehmen die Situation so, wie sie ist." Auch ein Umzug nach Hamburg und ein Namenswechsel ist aktuell in der Diskussion.

Zahlreiche Teile der Beluga-Reederei hatten in den vergangenen zwei Wochen Insolvenz beantragt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs im besonders schweren Fall und unrichtiger Darstellung gegen den entmachteten Firmen- Gründer Niels Stolberg und weitere ehemalige Manager. Sie sollen Umsatzerlöse im dreistelligen Millionenbereich falsch ausgewiesen und so Kapitalgeber getäuscht haben. Die Ermittlungen dauern an.

(dapd )


 


 

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