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  • 17.12.2008, 23:46 Uhr
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Vogelgrippe

Bereits 15 Geflügelbetriebe amtlich positiv getestet

Die Vogelgrippe ist bisher in 15 Geflügelbeständen im Landkreis Cloppenburg amtlich nachgewiesen worden. Es handelt sich hierbei um 14 Putenmastbetriebe und um einen kleineren Entenbestand. Bis auf einen Bestand in Friesoythe-Gehlenberg, konzentriert sich das Infektionsgeschehen auf die Gemeinden Garrel und Bösel.

In allen Fällen handele es sich um das für den Menschen ungefährliche niedrigpathogene Influenzavirus H5N3. Dies gab der Landkreis Cloppenburg am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt. Bereits am Wochenende sind die Gemeinden Garrel und Bösel vollständig zum Sperrgebiet erklärt worden. Ein weiteres Sperrgebiet ist am Dienstag im Ein-Kilometerradius um den Betrieb in Friesoythe-Gehlenberg eingerichtet worden, so der Landkreis.

Die Entsorgung der getöteten Tiere kann bisher noch von den Tierkörperbeseitigungsanstalten in der Region bewältigt werden.

Alle Geflügelbestände in den Sperrgebieten stehen unter amtlicher Beobachtung. Die Untersuchung der Bestände läuft derzeit auf Hochtouren. In den Ausbruchsbetrieben und in vier Verdachtsbetrieben wurden bisher rund 270.000 Tiere getötet. Die Entsorgung der getöteten Tiere kann bisher noch von den Tierkörperbeseitigungsanstalten in der Region bewältigt werden. Insgesamt steht nach Angaben des Landkreises Cloppenburg in vier Anlagen eine Entsorgungskapazität von 3600 Tonnen pro Woche für die Geflügelentsorgung zur Verfügung. ´Bei einer weiteren Ausweitung der Tierkrankheit müssten aber Alternativen ins Auge gefasst werden, hieß es.

Im Landkreis Cloppenburg werden rund zwölf Millionen Stück Geflügel gehalten

Der Leiter des Veterinäramtes des Landkreises Cloppenburg Dr. Karl-Wilhelm Paschertz begründet die Tötung der Verdachtsbestände und der Kontaktbetriebe damit, dass es gelingen müsse "vor das Virus zu kommen". Er sieht einen Hoffnungsschimmer darin, dass das Infektionsgeschehen weitgehend auf den Bereich Garrel/Bösel beschränkt ist und die Zahl neuer Verdachtsmeldungen in den letzten Tagen zurückgegangen sind. Dennoch muss aufgrund der laufenden Untersuchungen in über 200 Geflügelbetrieben mit weiteren Positivbefunden gerechnet werden, sagte Dr. Paschertz. Landrat Hans Eveslage begründet das schnelle und konsequente Vorgehen mit dem enormen wirtschaftlichen Schaden, den eine weitere Ausbreitung der Tierseuche im Landkreis Cloppenburg nach sich ziehen würde. Im Landkreis Cloppenburg werden rund zwölf Millionen Stück Geflügel gehalten. Davon etwa drei Millionen Puten. Weil sich das Virus aufgrund der Geflügeldichte schnell ausbreiten könne, habe der Landkreis Vorkehrungen getroffen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann.

Bei der Bekämpfung des Infektionsgeschehens hätten bisher alle Beteiligten ausgezeichnet zusammengearbeitet, sagte Eveslage. Insbesondere die Geflügelseuchenvorsorgesellschaft (GESEVO) arbeite sehr zügig bei der Tötung und Räumung der betroffenen Bestände. Eveslage dankte auch der Task force des LAVES sowie Polizei, Feuerwehr und THW für die Unterstützung.

(Redaktion)


 


 

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