Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Berlin

Küstenländer warben bei Empfang für Häfen und Hinterlandanbindung

Die norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich am Montag auf ihrem gemeinsamen Parlamentarischen Abend in Berlin mit Nachruck auf die Rolle des Logistikstandortes Norddeutschland für ganz Deutschland und seine Nachbarstaaten, insbesondere für Mittel- und Osteuropa, hingewiesen.

Seit einigen Jahren treten die fünf Küstenländer gemeinsam auf, um für ihre logistik - und verkehrspolitischen Anliegen zu werben. Nunmehr zum dritten Mal fand als Leitveranstaltung dieser Kooperation der norddeutsche Parlamentarische Abend in der gemeinsamen Landesvertretung von Niedersachsen und Schleswig-Holstein statt. Über 350 Gäste namen an der Veranstaltung unter dem Motto "Norddeutsche Länder als Logistikhub für Deutschland und Europa – Logistikstandort Deutschland, quo vadis?" teil.

Häfen: weiter werben für die Hinterlandanbindung

Nach kurzer Begrüßung durch die gastgebenden Niedersachsen-Minister Jörg Bode (FDP) und Jost de Jager (CDU) legte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Enak Ferlemann (CDU), die thematischen Schwerpunkte der Bundesregierung für den Logistikstandort Deutschland dar. In einer anschließenden Podiumsdiskussion, die vom Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums e.V. Thomas Hailer moderiert wurde, hoben die Wirtschafts- und Verkehrsminister bzw. -senatoren der norddeutschen Bundesländer vor allem die Stärkung der Hafenhinterlandanbindungen hervor. 

Der gemeinsame Appell war wieder einmal: Investitionen in die norddeutsche Hafen- und Verkehrsinfrastruktur sind sowohl für den Norden als auch für den deutschen Süden und die europäischen Nachbarn nicht nur von Vorteil, sondern auch wesentliche Voraussetzung zur Stärkung der eigenen, insbesondere der exportorientierten industriellen Basis. Hintergrund ist, dass die norddeutschen Bundesländer der Bundesregierung eine fehlende Wertschätzung der deutschen Häfen vorwerfen. 

Y-Trasse und Küstenautobahn Thema

Auch der Bau der Y-Trasse Hamburg / Bremen-Hannover , die Hinterlandanbindung des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven, der Bau der A14 von Schwerin nach Magdeburg sowie der A 20 und die sich daran anschließende Küstenautobahn A 22 waren an diesem Abend Thema. Ebenso diskutiert wurden die praktischen Auswirkungen klimapolitischer Vorstellungen des Bundes auf das Transport- und Verkehrsgewerbe, wie zum Beispiel die Selbstverpflichtung Deutschlands zur Reduktion seiner CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent. Auch in diesem Punkt gibt es schließlich zahlreiche offene Fragen bei der Umsetzung.  

(Redaktion)


 


 

Bau
Logistikstandort Deutschland
Berlin
Schleswig-Holstein
Deutschland
Nachbarn
Stärkung
Parlamentarische Abend
Niedersachsen
Bundesländer
Küstenautobahn
Landesvertretung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Bau" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

1 Kommentar

von sus
23.02.10 23:44 Uhr
Propaganda

Man kann nur hoffen, dass der Parlamentarische Abend diesmal demokratischer verlief als derjenige vom letzten Jahr. Nach Auskunft von Beteiligten an jenem Parlamentarischen Abend handelte es sich damals um eine reine Propaganda-Veranstaltung, bei der kein Gespräch zugelassen wurde. Die Anwesenden wurden mit Lobeshymnen beschallt und danach war die Veranstaltung zu Ende. Solch einen Parlamentarischen Abend habe es noch nie gegeben, berichteten damals erfahrene Politiker, die an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Eine offensichtliche Lobbyveranstaltung, die den Teilnehmenden keine Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit dem Thema gestattet, verdient den Namen „parlamentarisch“ nicht. „Parlament“ kommt aus dem Altfranzösischen und bedeutet „Unterredung, Erörterung“. Eine reine Propaganda-Veranstaltung fällt nicht unter den Begriff.

 

Entdecken Sie business-on.de: