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Berufliche Bildung

Digitalisierung erfordert stetige Anpassung des Ausbildungssystems

Kaufmännische Ausbildungsleiterinnen und -leiter aus ganz Deutschland trafen sich in Hamburg, um über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf alle Bereiche der beruflichen Bildung zu diskutieren. Eingeladen hatte das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) in Kooperation mit dem AGA Unternehmensverband.

Auf der Tagung des KWB am 12. Juni 2018 in der Kühne Logistics University in Hamburg wurde deutlich, dass die Digitalisierung die berufliche Bildung nachhaltig verändert hat und auch weiter verändern wird. Neue Lernformen, neue Lehrmethoden und neue Berufsbilder haben Einzug in die Ausbildung gehalten und müssen ständig aktualisiert werden.

KWB
Das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) ist die Koordinierungseinrichtung der Spitzenorganisationen der Wirtschaft für die berufliche Bildung. Die beim KWB angesiedelte Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Ausbildungsleiter/innen bildet ein bundesweites branchenübergreifendes Forum der betrieblichen Berufsbildungspraxis mit mehr als 1.500 Mitgliedern aus Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Bildungseinrichtungen. Sie fördert den Informations- und Erfahrungsaustausch und gibt maßgebliche Impulse für die Weiterentwicklung der Berufsbildung.

„Jedes Unternehmen muss sich mit der digitalen Transformation befassen. Es hat dabei keine Wahl, ob dies gewünscht ist oder nicht. Denn die Digitalisierung greift in alle Phasen des Ausbildungsprozesses ein“, sagte Theresa Fleidl, Leiterin Konzernausbildung des Flughafens München und stellvertretende Leiterin der Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Ausbildungsleiter/innen in ihrer Begrüßungsrede vor rund 130 Teilnehmenden.

Als ein positives Beispiel, wie die Digitalisierung die Ausbildung verändert, nannte Rainer Schulz, Staatsrat der Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien Hansestadt Hamburg, die Etablierung des neuen Berufsbildes zum E-Commerce-Kaufmann/Kauffrau: „Hier hat der Austausch zwischen Berufsschulen und Ausbildern gut geklappt – Praxiserfahrung traf auf didaktische Kompetenz.“ Für den verantwortlichen Staatsrat ist die Digitalisierung eine Chance, aber auch eine Herausforderung: „Man darf nur nicht warten, bis die Digitalisierung über einen hereinbricht.“

Aber auch die Unternehmen müssen in Zeiten des digitalen Wandels neue Wege gehen, zum Beispiel bei der Rekrutierung von Auszubildenden. Eine Möglichkeit dafür ist der Einsatz eines Arbeitgebersiegels. „Ein Siegel hilft dem Unternehmen seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen und ein positives Image in die Öffentlichkeit zu transportieren“, sagte Julie Christiani, Geschäftsführerin beim AGA Unternehmensverband.

Quintessenz des ersten Tagungstages war, dass die berufliche Ausbildung ständigen Veränderungen unterliegt: „Das bedeutet nicht, dass wir alles über Bord werfen oder das System rebooten müssen. Vielmehr müssen wir unsere Handlungsspielräume nutzen, um das System attraktiv zu halten“, sagte AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch. Die Tagung dauert noch bis zum 13. Juni 2018.

(Redaktion)


 


 

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