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Vertrauen in Feuerwehrleute am größten

Forscher: Viele Berufsgruppen scheitern an eigenen Maßstäben

Ein Hauptgrund für den Vertrauensverlust der Deutschen in bestimmte Berufsgruppen ist nach Ansicht des Psychologen Peter Walschburger die "Kluft zwischen Image und tatsächlichem Verhalten" der Eliten.

Politiker und Wirtschaftsvertreter hätten gelernt, "sich nach außen exzellent darzustellen", sagte Walschburger, der an der Freien Universität Berlin lehrt, der Nachrichtenagentur dapd. Oft würden diese Maßstäbe nicht eingehalten, was zu Enttäuschung in der Bevölkerung führe.

Zudem werde von den Bürgern leicht übersehen, dass der Status allein eine Führungsperson nicht vor menschlichen Schwächen schütze, sagte Walschburger.

Feuerwehrmann ist das Idealbild eines vertrauensvollen Berufs

Mit Blick auf die Euro-Krise sagte Walschburger: "In dem Maße, wie die Probleme in der Wirtschaft und Politik komplexer werden, werden die Urteile der Menschen zunehmend von einfachen Gefühlen und Stimmungen beeinflusst." Oft sei es "schlicht nicht mehr möglich, rein auf Faktenlage zu argumentieren". Damit seien die Betroffenen immer stärker auf ein blindes Vertrauen angewiesen. Werde dieses blinde Vertrauen enttäuscht, sei der Schaden umso größer.

Im Unterschied zum Politiker verkörpre der Feuerwehrmann "geradezu in idealer Weise einen vertrauensvollen Beruf". "Jeder weiß: Wenn man in Not ist, kommt der Feuerwehrmann in wenigen Minuten und hilft", sagte Walschburger. Das sei übersichtlich, klar und schon immer so gewesen.

(dapd )


 


 

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