Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Schlecker-Beschäftigte

Baden-Württemberg stellt Staatshilfen in Aussicht

Die Jobaussichten der arbeitslos werdenden Schlecker-Beschäftigten sind nach Ansicht von Dirk Roßmann gut. Der Gründer und Geschäftsführer der Drogeriekette Rossmann sagte dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe), in fast ganz Deutschland sei die Nachfrage nach Arbeitskräften im Einzelhandel hoch. Seine Kette stelle im Jahr rund 1.000 neue Mitarbeiter ein. "Da werden sicher auch Schlecker-Mitarbeiter dabei sein", sagte Roßmann. Von den Schlecker-Filialen kämen nur wenige für eine Übernahme infrage.

Rossmann mache den Schlecker-Beschäftigten allerdings kein Jobangebot, sagte ein Sprecher der Drogeriekette der Nachrichtenagentur dapd. Die Mitarbeiter müssten sich auf normalem Wege bei Rossmann bewerben. Bei entsprechender Qualifikation hätten sie reelle Chancen.

Zudem können die Betroffenen auf Unterstützung des Staates hoffen. "12.000 Beschäftigte müssten den Kopf für unternehmerische Fehler hinhalten. Der Staat ist gefordert, die Folgen abzumildern", sagte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Ein verlängertes Insolvenzgeld beispielsweise könnte die Zeit überbrücken, bis ein tragfähiges Konzept stehe. Außerdem stellte der SPD-Politiker Gelder in Aussicht, sollte es einen seriösen Investor für Schlecker geben. Baden-Württemberg ist von der Insolvenz von Schlecker besonders betroffen, weil sich die Firmenzentrale im schwäbischen Ehingen nahe Ulm befindet.

"Für die verbleibenden Läden wird es nicht einfach, weil im Drogeriegeschäft ein harter Wettbewerb herrscht." (Rossmann-Chef Dirk Roßmann)

Für rund 13.500 Schlecker-Beschäftigte hat der angekündigte Kahlschlag des Unternehmens zunächst keine Folgen, sie dürfen ihren Arbeitsplatz behalten. Doch ein Grund zur Entwarnung gibt es nach Ansicht von Roßmann nicht. "Für die verbleibenden Läden wird es nicht einfach, weil im Drogeriegeschäft ein harter Wettbewerb herrscht", sagte der Geschäftsführer.

Auch bei Rossmann läuft nicht alles rosig. Im vergangenen Jahr hat die Kette in Europa nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro nach Steuern verdient. Doch es gebe auch rund 100 Standorte, die nicht profitabel seien. Das meiste Geld verdiene die Nummer zwei unter den Drogerien in Deutschland mit "dekorativer Kosmetik, Lippenstiften oder Nagellacken". Toilettenpapier, Windeln und Taschentücher seien hingegen knapp kalkuliert.

(dapd )


 


 

Beschäftigte
Dirk Roßmann
Drogeriekette
Rossmann
Ansicht
Staat
Folgen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Beschäftigte" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: